Discussion:
Was ist das für ein Ding?
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Lothar Frings
2017-07-20 06:44:18 UTC
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Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.

Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.

Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?

-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
blackjack
2017-07-20 07:00:41 UTC
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Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Lothar Frings
2017-07-20 07:09:00 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Wolfgang Kynast
2017-07-20 07:20:11 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Lothar Frings
2017-07-20 07:23:56 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Wolfgang Kynast
2017-07-20 07:27:05 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Jedenfalls sind unten Kabel zu sehen.
Was soll es sonst sein? Raumluftverbesserer?
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Lothar Frings
2017-07-20 07:43:23 UTC
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Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Im Moment läuft wohl irgendein Verfahren,
in dem Leute von der Bundeswehr gegen ihre
Entlassung klagen.
Gestern sah man in den Nachrichten Filmaufnahmen
aus dem Gerichtssaal. In der Mitte stand ein
kleiner quadratischer Tisch, darauf ein
Gegenstand, der mich stark an eine Grablaterne
erinnerte: zylindrisch, ca. 30cm hoch, mit
kegelförmigem[*] Dach. Wesentlich schlanker
hätte er wie eine Rakete ausgesehen, das
Verhältnis Höhe:Breite war aber nur ca. 3:1.
Farblich war er grau bis graubraun.
Gehört das zu so einem Verfahren, oder
war das vielleicht nur ein Beweisgegenstand
oder sowas ähnliches?
-----
[*] Kegel im mathematischen Sinn.
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Jedenfalls sind unten Kabel zu sehen.
Was soll es sonst sein? Raumluftverbesserer?
Das war eigentlich die Frage. Ich habe noch nie
so ein Ding gesehen. Ok, ohne Kabel auf Gräbern schon.
blackjack
2017-07-20 07:29:08 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Das ist ein Mikrofon?
So eine Art Diktiergerät hätte ich geraten...
Frank Hucklenbroich
2017-07-20 12:28:50 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Das ist ein Mikrofon?
So eine Art Diktiergerät hätte ich geraten...
Alexa?

SCNR,

Frank
Detlef Meißner
2017-07-20 12:44:41 UTC
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Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Das ist ein Mikrofon?
So eine Art Diktiergerät hätte ich geraten...
Alexa?
SCNR,
Da kann man dann auch gleich das Urteil erfragen.

Eine neue Aufgabe für die KI.

Detlef
Lothar Frings
2017-07-20 14:27:30 UTC
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Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by blackjack
Post by Lothar Frings
Das ist ein Mikrofon?
So eine Art Diktiergerät hätte ich geraten...
Alexa?
Während die Gesichter nukenntlich gemacht werden,
streamt das Ding die Verhandlung live auf YouTube.
Frank Scheffski
2017-07-23 16:40:26 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Ja.
Geeignet für Aufzeichnungen von Sprache aus allen Richtungen.

Billiger und betriebssicherer, als jedem ein gerichtetes Mikro vor die
Nase zu setzen.

MfG

Frank
Ludger Averborg
2017-07-23 16:50:56 UTC
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Raw Message
On Sun, 23 Jul 2017 18:40:26 +0200, Frank Scheffski
Post by Frank Scheffski
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Ja.
Geeignet für Aufzeichnungen von Sprache aus allen Richtungen.
Billiger und betriebssicherer, als jedem ein gerichtetes Mikro vor die
Nase zu setzen.
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)

l.
Florian Weimer
2017-07-23 20:49:25 UTC
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Raw Message
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
regelmäßig mitgeschnitten, siehe:

<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Werner Holtfreter
2017-07-23 21:08:59 UTC
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Raw Message
Post by Florian Weimer
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
--
Gruß Werner

Detlef Meißner
2017-07-23 21:17:11 UTC
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Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Post by Florian Weimer
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
Die Tonaufzeichnungen müssten dann alle wortwörtlich schriftlich fixiert
werden.
Okay, ein paar Fachleute gibt es ja dafür noch, die kämen dann wieder in
Lohn und Brot. Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.

Detlef
Florian Weimer
2017-07-24 11:25:10 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Meißner
Die Tonaufzeichnungen müssten dann alle wortwörtlich schriftlich fixiert
werden.
Okay, ein paar Fachleute gibt es ja dafür noch, die kämen dann wieder in
Lohn und Brot. Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.
Das ist an sich kein Problem. Es gibt mehr Menschen als jemals zuvor,
die das beherrschen. Man kann das sogar als Online-Dienstleistung
einkaufen.

Viele Menschen können eine Sprache zwar lesen, aber das gesprochene
Wort schlecht (oder gar nicht) verstehen, deswegen der Bedarf.

Ob man das macht, ist letztlich eine Kostenfrage.
Detlef Meißner
2017-07-24 11:34:07 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Florian Weimer
Post by Detlef Meißner
Die Tonaufzeichnungen müssten dann alle wortwörtlich schriftlich fixiert
werden.
Okay, ein paar Fachleute gibt es ja dafür noch, die kämen dann wieder in
Lohn und Brot. Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.
Das ist an sich kein Problem. Es gibt mehr Menschen als jemals zuvor,
die das beherrschen. Man kann das sogar als Online-Dienstleistung
einkaufen.
Du meinst, Aufnahmen schriftlich fixieren?
Und dann auch noch sehr sensible?
Post by Florian Weimer
Viele Menschen können eine Sprache zwar lesen, aber das gesprochene
Wort schlecht (oder gar nicht) verstehen, deswegen der Bedarf.
Hmm, ich kann mir gut vorstellen, dass auch bei Tonaufnahmen das Problem
besteht, sie korrekt in Schriftform zu bringen, denn da ist auch nicht
immer alles deutlich zu verstehen.
Post by Florian Weimer
Ob man das macht, ist letztlich eine Kostenfrage.
Klar.

Eine Verhandlung. Plötzlich Stimme aus dem Off:
"Bitte, Nr. 3, wiederholen Sie Ihren letzten Satz!"
"Nummer 4, bitte halten sie die Füße still!"
"Nicht mit dem Stuhl schaukeln, Nr. 2
"Bitte die Verhandlung stoppen, der Speicher ist voll!"
alternativ:
"Bitte die Verhandlung stoppen, die Internetverbindung/das WLAN ist
unterbrochen."
....

Detlef
Wolfgang Kynast
2017-07-24 11:37:01 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by Florian Weimer
Post by Detlef Meißner
Die Tonaufzeichnungen müssten dann alle wortwörtlich schriftlich fixiert
werden.
Okay, ein paar Fachleute gibt es ja dafür noch, die kämen dann wieder in
Lohn und Brot. Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.
Das ist an sich kein Problem. Es gibt mehr Menschen als jemals zuvor,
die das beherrschen. Man kann das sogar als Online-Dienstleistung
einkaufen.
Du meinst, Aufnahmen schriftlich fixieren?
Und dann auch noch sehr sensible?
Post by Florian Weimer
Viele Menschen können eine Sprache zwar lesen, aber das gesprochene
Wort schlecht (oder gar nicht) verstehen, deswegen der Bedarf.
Hmm, ich kann mir gut vorstellen, dass auch bei Tonaufnahmen das Problem
besteht, sie korrekt in Schriftform zu bringen, denn da ist auch nicht
immer alles deutlich zu verstehen.
Post by Florian Weimer
Ob man das macht, ist letztlich eine Kostenfrage.
Klar.
"Bitte, Nr. 3, wiederholen Sie Ihren letzten Satz!"
"Nummer 4, bitte halten sie die Füße still!"
"Nicht mit dem Stuhl schaukeln, Nr. 2
"Bitte die Verhandlung stoppen, der Speicher ist voll!"
"Bitte die Verhandlung stoppen, die Internetverbindung/das WLAN ist
unterbrochen."
....
"Moment bitte, die Cloud ist voll."
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
U***@web.de
2017-07-24 11:38:39 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Florian Weimer
Viele Menschen können eine Sprache zwar lesen, aber das gesprochene
Wort schlecht (oder gar nicht) verstehen, deswegen der Bedarf.
Es geht weniger darum, den Leuten auf der Richterbank,
die der gerade stattfindenden Verhandlung nicht folgen
konnten, dies nachträglich zu ermöglichen.

Gruß, ULF
U***@web.de
2017-07-24 11:39:52 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Detlef Meißner
Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.
Und seitdem wurden keine neuen Sprachspeicher erfunden?

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2017-07-24 11:43:37 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Detlef Meißner
Aber die Tonbandgeräte wurden wohl alle verkauft.
Und seitdem wurden keine neuen Sprachspeicher erfunden?
Doch, aber du mögest meine Anspielung verstehen.

Detlef
Detlef Meißner
2017-07-23 21:26:13 UTC
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Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Post by Florian Weimer
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
Nachtrag: Es stellt sich die Frage, ob man sich gegen eine Tonaufnahme
nicht wehren kann.

Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft? Fernsehen
bildet ja nicht unbedingt.

Detlef
Helmut Wabnig
2017-07-24 06:17:21 UTC
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Raw Message
On Sun, 23 Jul 2017 23:26:13 +0200, Detlef Meißner
Post by Detlef Meißner
Post by Werner Holtfreter
Post by Florian Weimer
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
Nachtrag: Es stellt sich die Frage, ob man sich gegen eine Tonaufnahme
nicht wehren kann.
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft? Fernsehen
bildet ja nicht unbedingt.
Detlef
Warum sich wehren?

Was gibt es für Gründe?

w.
Detlef Meißner
2017-07-24 08:08:55 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Wabnig
On Sun, 23 Jul 2017 23:26:13 +0200, Detlef Meißner
Post by Detlef Meißner
Post by Werner Holtfreter
Post by Florian Weimer
Post by Ludger Averborg
Wie ist denn das nun mit Sprachaufzeichnung bei
Gerichtsprozessen? Im NSU-Prozess wurde das doch grade erst
in Frage gestellt. Offenbar wird da doch üblicherweise grade
nicht aufgezeichnet (und nicht wörtlich protokolliert)
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder? Dort wird
<http://www.arbg-stuttgart.de/pb/,Lde/3078768>
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
Nachtrag: Es stellt sich die Frage, ob man sich gegen eine Tonaufnahme
nicht wehren kann.
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft? Fernsehen
bildet ja nicht unbedingt.
Warum sich wehren?
Was gibt es für Gründe?
Zu Film- und Tonaufnahmen gehört das Einverständnis.

Dieselbe Frage könnte man sich bei freiwilligen DNA-Tests stellen.

Detlef
Isk Ender
2017-07-24 07:36:07 UTC
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Raw Message
Hallo,
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft? Fernsehen
bildet ja nicht unbedingt.
Je nach Fall entscheidet der Vernehmungsbeamte, ob er z.B. die Aussage nur
zu Protokoll nimmt, in ein Diktiergerät diktiert oder die ganze Vernehmung
in Ton und/oder Bild aufzeichnet.
Natürlich muss bei einer Aufzeichnung der Vernehmung das Einverständnis
vorliegen, Ausnahme im Fall des § 100f StPO.

Grüße
Detlef Meißner
2017-07-24 08:07:12 UTC
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Raw Message
Post by Isk Ender
Hallo,
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft? Fernsehen
bildet ja nicht unbedingt.
Je nach Fall entscheidet der Vernehmungsbeamte, ob er z.B. die Aussage nur
zu Protokoll nimmt, in ein Diktiergerät diktiert oder die ganze Vernehmung
in Ton und/oder Bild aufzeichnet.
Natürlich muss bei einer Aufzeichnung der Vernehmung das Einverständnis
vorliegen, Ausnahme im Fall des § 100f StPO.
Genau das meinte ich, das Einverständnis.

Detlef
Thomas Hochstein
2017-07-29 08:43:10 UTC
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Raw Message
Post by Isk Ender
Je nach Fall entscheidet der Vernehmungsbeamte, ob er z.B. die Aussage nur
zu Protokoll nimmt, in ein Diktiergerät diktiert oder die ganze Vernehmung
in Ton und/oder Bild aufzeichnet.
Natürlich muss bei einer Aufzeichnung der Vernehmung das Einverständnis
vorliegen, Ausnahme im Fall des § 100f StPO.
Nein, das ist - natürlich - nicht der Fall und wäre auch einigermaßen
skurril. Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso
wie den Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat
die Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.

Er kann sich freilich dort, wo er nicht zur Aussage verpflichtet ist,
der Aussage an sich - und damit auch der Aufzeichnung - entziehen.

-thh
Isk Ender
2017-07-29 11:31:28 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Isk Ender
Je nach Fall entscheidet der Vernehmungsbeamte, ob er z.B. die Aussage nur
zu Protokoll nimmt, in ein Diktiergerät diktiert oder die ganze Vernehmung
in Ton und/oder Bild aufzeichnet.
Natürlich muss bei einer Aufzeichnung der Vernehmung das Einverständnis
vorliegen, Ausnahme im Fall des § 100f StPO.
Nein, das ist - natürlich - nicht der Fall und wäre auch einigermaßen
skurril. Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso
wie den Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat
die Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.
Die Änderung 11/2013 ist an mir vorbeigegangen. Danke für deinen Hinweis.
Skurril ist etwas übertrieben, immerhin geht es um einen Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte. Auf jeden Fall war so die Rechtslage bis 2013, dann wurde
§ 163a StPO geändert und erhielt einen Verweis auf § 58a StPO (Gesetz zur
Intensivierung des Einsatzes von Videokonferenztechnik in gerichtlichen und
staatsanwaltschaftlichen Verfahren).
Bis dahin war für polizeiliche Zeugenvernehmungen nach überwiegender Meinung
die Ermächtigung aus § 58a I StPO nicht gegeben, da ein Verweis in § 163a
StPO fehlte. Daraus folgte, dass eine Aufzeichnung nur mit Einverständnis
erfolgen durfte. Die Diskussion war etwas akademisch, da, wie du selber
schreibst, der Zeuge weder zum Erscheinen noch zur Aussage verpflichtet ist.
Umstritten war aber hingegen, ob die Polizei aktiv das Einverständnis des
aussagebereiten Zeugen einholen musste, also den Zeugen belehren musste,
dass dieser die Aufzeichnung nicht dulden muss (-:.

Grüße
Stefan Schmitz
2017-07-29 14:41:21 UTC
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Raw Message
Post by Isk Ender
Post by Thomas Hochstein
Post by Isk Ender
Je nach Fall entscheidet der Vernehmungsbeamte, ob er z.B. die Aussage nur
zu Protokoll nimmt, in ein Diktiergerät diktiert oder die ganze Vernehmung
in Ton und/oder Bild aufzeichnet.
Natürlich muss bei einer Aufzeichnung der Vernehmung das Einverständnis
vorliegen, Ausnahme im Fall des § 100f StPO.
Nein, das ist - natürlich - nicht der Fall und wäre auch einigermaßen
skurril. Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso
wie den Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat
die Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.
Die Änderung 11/2013 ist an mir vorbeigegangen. Danke für deinen Hinweis.
Skurril ist etwas übertrieben, immerhin geht es um einen Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte. Auf jeden Fall war so die Rechtslage bis 2013, dann wurde
§ 163a StPO geändert und erhielt einen Verweis auf § 58a StPO (Gesetz zur
Intensivierung des Einsatzes von Videokonferenztechnik in gerichtlichen und
staatsanwaltschaftlichen Verfahren).
Bis dahin war für polizeiliche Zeugenvernehmungen nach überwiegender Meinung
die Ermächtigung aus § 58a I StPO nicht gegeben, da ein Verweis in § 163a
StPO fehlte.
Nun ist in § 163a StPO allerdings die _Beschuldigten_vernehmung geregelt.
In § 161a StPO fehlt dieser Verweis noch immer.

Was ist die Rechtsgrundlage zur Aufzeichnung einer Zeugenvernehmung ohne
dessen Einverständnis?
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:14:17 UTC
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Raw Message
Post by Isk Ender
Post by Thomas Hochstein
Nein, das ist - natürlich - nicht der Fall und wäre auch einigermaßen
skurril. Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso
wie den Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat
die Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.
Die Änderung 11/2013 ist an mir vorbeigegangen. Danke für deinen Hinweis.
Skurril ist etwas übertrieben, immerhin geht es um einen Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte.
Das ist richtig, aber die StPO (und die Polizeigesetze) regeln
praktisch nichts anderes als Eingriffe in Rechte der Betroffenen - das
ist der Materie immanent.

Und weshalb sollte in der StPO die Bild-Ton-Aufzeichnung einer
Vernehmung geregelt - und erlaubt - werden, wenn sie der Zustimmung
bedürfte? Dann wäre die Regelung weitgehend obsolet.
Post by Isk Ender
Bis dahin war für polizeiliche Zeugenvernehmungen nach überwiegender Meinung
die Ermächtigung aus § 58a I StPO nicht gegeben, da ein Verweis in § 163a
StPO fehlte.
§ 136 StPO ist sicher gemeint.
Post by Isk Ender
Daraus folgte, dass eine Aufzeichnung nur mit Einverständnis
erfolgen durfte. Die Diskussion war etwas akademisch, da, wie du selber
schreibst, der Zeuge weder zum Erscheinen noch zur Aussage verpflichtet ist.
... gewesen sein wird. (Die StPO-Reform erwartet nur noch ihre
Verkündung.)
Post by Isk Ender
Umstritten war aber hingegen, ob die Polizei aktiv das Einverständnis des
aussagebereiten Zeugen einholen musste, also den Zeugen belehren musste,
dass dieser die Aufzeichnung nicht dulden muss (-:.
Details, Details ... (-;

-thh
--
Ressourcen für eine fruchtbringende Diskussion in de.soc.recht.ALL:
Gesetzestexte, Rechtsprechung und Fundstellen: <http://dejure.org/>
Gesetze und Verordnungen (deutsches Bundesrecht): <http://buzer.de/>
Freie Rechtsprechungs-Dokumentation (Urteile): <http://openjur.de/>
Cédric Menge
2017-07-29 17:47:46 UTC
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Raw Message
Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso wie den
Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat die
Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.
Da stellt sich mir die aus meiner Sicht interessantere Frage, für die
ich gerade keine Antwort finde:

Kann man umgekehrt als Zeuge und vor allem als Beschuldigter das
Aufzeichnen *verlangen*?


Cédric
U***@web.de
2017-07-29 17:49:46 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Cédric Menge
Kann man umgekehrt als Zeuge und vor allem als Beschuldigter das
Aufzeichnen *verlangen*?
Empfehle news:de.soc.recht.strafrecht

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2017-07-29 17:51:25 UTC
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Raw Message
Post by Cédric Menge
Ob die Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet - ebenso wie den
Inhalt der Vernehmung - der Vernehmungsführer; der Zeuge hat die
Aufzeichnung zu dulden. Das ist, soweit ich sehe, unstrittig.
Da stellt sich mir die aus meiner Sicht interessantere Frage, für die
Kann man umgekehrt als Zeuge und vor allem als Beschuldigter das
Aufzeichnen *verlangen*?
Und die nächste Frage:
Wenn die Aufzeichnung verwendet wird, um anschließend das Protokoll zu
erstellen, das dann unterschrieben werden muss, wann wird die
Aufzeichnung gelöscht?

Detlef
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:50:01 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Wenn die Aufzeichnung verwendet wird, um anschließend das Protokoll zu
erstellen, das dann unterschrieben werden muss, wann wird die
Aufzeichnung gelöscht?
Das betrifft keine Bild-Ton-Aufzeichnungen, sondern
Tonbandvernehmungen. Insofern gilt für die Polizei im Zweifel die
Regelung, die auch für staatsanwaltschaftliche Protokolle gilt: bis
zum Verfahrensabschluss.
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:14:41 UTC
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Raw Message
Post by Cédric Menge
Kann man umgekehrt als Zeuge und vor allem als Beschuldigter das
Aufzeichnen *verlangen*?
Nein.
Thomas Hochstein
2017-07-29 08:43:10 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.

Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat. Ersteres
hat den Vorteil, dass der Zeuge direkt nach der Aussage das Protokoll
lesen und unterschreiben kann und dafür nicht noch einmal erscheinen
muss; letzteres geht oft schneller, funktioniert auch mobil und
benötigt keine Schreibkraft vor Ort.

Das gilt sowohl für polizeiliche als auch für staatsanwaltschaftliche
als auch für richterliche Vernehmungen.

Eine Ausnahme davon stellt nur die Bild-Ton-Aufzeichnung einer
Vernehmung nach § 58a StPO vor, die in der Praxis aufgrund des damit
verbundenen technischen Aufwands allerdings kaum eine Rolle spielt und
in der Regel auf Vernehmungen bei Sexualdelikten (gegen Minderjährige)
beschränkt ist. Insofern wird allerdings das StPO-Reformgesetz zu
Veränderungen führen.

-thh
--
Ressourcen für eine fruchtbringende Diskussion in de.soc.recht.ALL:
Gesetzestexte, Rechtsprechung und Fundstellen: <http://dejure.org/>
Gesetze und Verordnungen (deutsches Bundesrecht): <http://buzer.de/>
Freie Rechtsprechungs-Dokumentation (Urteile): <http://openjur.de/>
Detlef Meißner
2017-07-29 08:52:53 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Ich ahnte es.
Post by Thomas Hochstein
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat. Ersteres
hat den Vorteil, dass der Zeuge direkt nach der Aussage das Protokoll
lesen und unterschreiben kann und dafür nicht noch einmal erscheinen
muss; letzteres geht oft schneller, funktioniert auch mobil und
benötigt keine Schreibkraft vor Ort.
Das gilt sowohl für polizeiliche als auch für staatsanwaltschaftliche
als auch für richterliche Vernehmungen.
Danke für die Info.
Das war auch mein Kenntnisstand aus grauer Vorzeit. Wurde auch in alten
Krimis so gezeigt.
Inzwischen sieht man häufiger, dass auch in deutschen Krimis ein Band
mitläuft. Deshalb meine Frage.

Detlef
U***@web.de
2017-07-29 12:53:32 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Aha.
Post by Thomas Hochstein
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat.
Möchtest Du vorgehende Verneinung vielleicht im Lichte von
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=46773&pos=0&anz=1
überprüfen?

Gruß, ULF
Jens Mander
2017-07-29 13:07:14 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Schreibst du nicht im (auch zeitlich) parallelen Beitrag "Ob die
Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet der Vernehmungsführer"?

Das kommt mir widersprüchlich vor.
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:23:45 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Jens Mander
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Schreibst du nicht im (auch zeitlich) parallelen Beitrag "Ob die
Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet der Vernehmungsführer"?
Ja. Aufgezeichnet wird sie entweder - selten - in Form einer
Videovernehmung, oder in der Weise, dass der Vernehmungsführer das
Protokoll diktiert. Dass die ganze Vernehmung (durchgehend) (nur) auf
Tonträger aufgezeichnet wird, kommt allenfalls theoretisch oder in
besonderen Ausnahmefällen vor.
U***@web.de
2017-07-31 06:09:36 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Thomas Hochstein
Post by Jens Mander
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Schreibst du nicht im (auch zeitlich) parallelen Beitrag "Ob die
Vernehmung aufgezeichnet wird, entscheidet der Vernehmungsführer"?
Ja. Aufgezeichnet wird sie entweder - selten - in Form einer
Videovernehmung, oder in der Weise, dass der Vernehmungsführer das
Protokoll diktiert. Dass die ganze Vernehmung (durchgehend) (nur) auf
Tonträger aufgezeichnet wird, kommt allenfalls theoretisch oder in
besonderen Ausnahmefällen vor.
Aber auch die Videokamera - mit oder ohne
angebautes Mikro - ist Aufnahmegerät.

Gruß, ULF
Wolfgang Jäth
2017-07-29 09:04:37 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat. Ersteres
hat den Vorteil, dass der Zeuge direkt nach der Aussage das Protokoll
lesen und unterschreiben kann und dafür nicht noch einmal erscheinen
muss; letzteres geht oft schneller, funktioniert auch mobil und
benötigt keine Schreibkraft vor Ort.
Das gilt sowohl für polizeiliche als auch für staatsanwaltschaftliche
als auch für richterliche Vernehmungen.
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht; und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.

Wolfgang
--
Rupert Haselbeck
2017-07-30 10:10:10 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Thomas Hochstein
Post by Detlef Meißner
Ich kenne mich bei der Kriminalpolizei nicht aus, aber ist es in D
üblich, dass bei einem Verhör ein Aufzeichnungsgerät mitläuft?
Nein. Bei keiner Vernehmung läuft ein Aufnahmegerät mit.
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat. Ersteres
hat den Vorteil, dass der Zeuge direkt nach der Aussage das Protokoll
lesen und unterschreiben kann und dafür nicht noch einmal erscheinen
muss; letzteres geht oft schneller, funktioniert auch mobil und
benötigt keine Schreibkraft vor Ort.
Das gilt sowohl für polizeiliche als auch für staatsanwaltschaftliche
als auch für richterliche Vernehmungen.
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht; und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Nun ja, Thomas sprach von einer Vernehmung in strafrechtlicher
Angelegenheit, also nach Maßgabe der StPO.
Beim Arbeitsgericht ist die StPO eher nicht maßgeblich. Man hat sich dort
insoweit nach der ZPO zu richten, § 46 II 1 ArbGG

MfG
Rupert
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:50:01 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht;
Was nicht stimmt.
Post by Wolfgang Jäth
und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Was so auch nicht zutrifft.

Siehe <***@meneldor.ancalagon.de>.

-thh
Wolfgang Jäth
2017-07-31 04:44:00 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Post by Wolfgang Jäth
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht;
Was nicht stimmt.
Post by Wolfgang Jäth
und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Was so auch nicht zutrifft.
Du bist also der Meinung, das Arbeitsgericht Reutlingen würde auf seiner
höchsteigenen Seite Unwahrheiten über sich selbst verbreiten? Oder
glaubst du, die Seite ist gefaked, oder wurde gehackt o. ä.?
Und wie komme ich an diese Email von dir ran?

Wolf 'und warum sollten darin evtl. getätigte Aussagen glaubwürdiger
sein als die des Gerichtes selber? (sorry wenn ich das so unverblümt
frage)' gang
--
U***@web.de
2017-07-31 06:12:01 UTC
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Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Wolfgang Jäth
Post by Thomas Hochstein
Post by Wolfgang Jäth
und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Was so auch nicht zutrifft.
Du bist also der Meinung, das Arbeitsgericht Reutlingen würde auf seiner
höchsteigenen Seite Unwahrheiten über sich selbst verbreiten?
Eher Unklarheiten.

Gruß, ULF
Rupert Haselbeck
2017-07-31 07:00:07 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Thomas Hochstein
Post by Wolfgang Jäth
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht;
Was nicht stimmt.
Post by Wolfgang Jäth
und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Was so auch nicht zutrifft.
Du bist also der Meinung, das Arbeitsgericht Reutlingen würde auf seiner
höchsteigenen Seite Unwahrheiten über sich selbst verbreiten? Oder
glaubst du, die Seite ist gefaked, oder wurde gehackt o. ä.?
Was lässt dich denn anhand der dortigen groben Beschreibung einer
Zeugenvernehmung annehmen, dass die komplette Aussage in irgendeiner Weise
auf Band oder sonst im Wortlaut aufgezeichnet würde? Davon ist dort
überhaupt nicht die Rede.
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift oder auch mittels Diktiergerät
Post by Wolfgang Jäth
Und wie komme ich an diese Email von dir ran?
Das ist keine Email...
(Hier ist Usenet)
Post by Wolfgang Jäth
Wolf 'und warum sollten darin evtl. getätigte Aussagen glaubwürdiger
sein als die des Gerichtes selber? (sorry wenn ich das so unverblümt
frage)' gang
Darum gehts doch überhaupt nicht. Verwunderlich ist hier doch nur, dass dir
nicht einzuleuchten scheint, dass du dich als Laie, der offenbar die Abläufe
in keiner Weise kennt und der sogar eine für Laien bestimmte Beschreibung
noch falsch interpretiert, in ein etwas seltsames Licht stellst, wenn du
jemanden aus der Branche darüber belehren willst, was er falsch macht :-(

MfG
Rupert
U***@web.de
2017-07-31 07:06:12 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Rupert Haselbeck
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift
Gibt es die jetzt dokumentenecht?
Post by Rupert Haselbeck
oder auch mittels Diktiergerät
Schomma was von Tastatur gehört?

Nur so als dritte Möglichkeit?
Detlef Meißner
2017-07-31 07:52:21 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Rupert Haselbeck
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift
Gibt es die jetzt dokumentenecht?
Vielleicht wird stenographiert.
Post by U***@web.de
Post by Rupert Haselbeck
oder auch mittels Diktiergerät
Schomma was von Tastatur gehört?
Nur so als dritte Möglichkeit?
Das nervt aber, wenn da ständig jemand tippt.

Detlef
Wolfgang Jäth
2017-07-31 13:44:00 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Jäth
Post by Thomas Hochstein
Post by Wolfgang Jäth
Ähm; laut OP handelt es sich um eine Verhandlung vor einem
Arbeitsgericht;
Was nicht stimmt.
Post by Wolfgang Jäth
und z. B. auf
http://www.arbg-reutlingen.de/pb/,Lde/3077906 ist ganz offiziell
beschrieben, dass die Zeugenaussagen dort aufgezeichnet werden.
Was so auch nicht zutrifft.
Du bist also der Meinung, das Arbeitsgericht Reutlingen würde auf seiner
höchsteigenen Seite Unwahrheiten über sich selbst verbreiten? Oder
glaubst du, die Seite ist gefaked, oder wurde gehackt o. ä.?
Was lässt dich denn anhand der dortigen groben Beschreibung einer
Zeugenvernehmung annehmen, dass die komplette Aussage in irgendeiner Weise
auf Band oder sonst im Wortlaut aufgezeichnet würde?
Z. B. die Formulierung "ob zur Kontrolle das Vorspielen der Aufzeichnung
erwünscht ist". Insbesondere der Begriff "Vorspielen" dürfte sich wohl
bei kaum [tm] einer anderen Protokollierungsmöglichkeit sinnvoll
interpretieren lassen.
Post by Rupert Haselbeck
Davon ist dort überhaupt nicht die Rede.
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift
Und /das/ wird dann ggf. "vorgespielt" (s. o.)? Das möchtest du mir
bitte mal demonstrieren.
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Jäth
Und wie komme ich an diese Email von dir ran?
Das ist keine Email...
(Hier ist Usenet)
Das *ist* eine Email-MID (Hint: Ein Newartikel-MID müsste mit "<news:"
beginnen).
Post by Rupert Haselbeck
Darum gehts doch überhaupt nicht. Verwunderlich ist hier doch nur, dass dir
nicht einzuleuchten scheint, dass du dich als Laie, der offenbar die Abläufe
in keiner Weise kennt und der sogar eine für Laien bestimmte Beschreibung
noch falsch interpretiert, in ein etwas seltsames Licht stellst, wenn du
jemanden aus der Branche darüber belehren willst, was er falsch macht :-(
Och, ich glaube, dass das Arbeitsgericht Reutlingen erstens durchaus aus
der Branche ist, und zweitens auch sehr genau weiß, wie es beim
Arbeitsgericht Reutlingen so zu zu gehen pflegt.

Wolfgang
--
Rupert Haselbeck
2017-07-31 16:10:06 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Was lässt dich denn anhand der dortigen groben Beschreibung einer
Zeugenvernehmung annehmen, dass die komplette Aussage in irgendeiner
Weise auf Band oder sonst im Wortlaut aufgezeichnet würde?
Z. B. die Formulierung "ob zur Kontrolle das Vorspielen der Aufzeichnung
erwünscht ist". Insbesondere der Begriff "Vorspielen" dürfte sich wohl
bei kaum [tm] einer anderen Protokollierungsmöglichkeit sinnvoll
interpretieren lassen.
Der Standardfall ist in Zivilsachen heutzutage die Protokollierung durch den
Vorsitzenden per Tonträger, also per Diktiergerät.
Vor der "Genehmigung" des vom Vorsitzenden gefertigten Diktats kann der
Zeuge sich dieses auf Wunsch nochmal vorspielen lassen
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Davon ist dort überhaupt nicht die Rede.
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift
Und /das/ wird dann ggf. "vorgespielt" (s. o.)? Das möchtest du mir
bitte mal demonstrieren.
Manche Leute werden bei einem Protokoll auf Papier ohne Hilfestellung darauf
kommen, dass man selbiges natürlich nicht vorspielen, durchaus aber vorlesen
kann...
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Jäth
Und wie komme ich an diese Email von dir ran?
Das ist keine Email...
(Hier ist Usenet)
Das *ist* eine Email-MID (Hint: Ein Newartikel-MID müsste mit "<news:"
beginnen).
Ähh, nein
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Darum gehts doch überhaupt nicht. Verwunderlich ist hier doch nur, dass
dir nicht einzuleuchten scheint, dass du dich als Laie, der offenbar die
Abläufe in keiner Weise kennt und der sogar eine für Laien bestimmte
Beschreibung noch falsch interpretiert, in ein etwas seltsames Licht
stellst, wenn du jemanden aus der Branche darüber belehren willst, was er
falsch macht :-(
Och, ich glaube, dass das Arbeitsgericht Reutlingen erstens durchaus aus
der Branche ist, und zweitens auch sehr genau weiß, wie es beim
Arbeitsgericht Reutlingen so zu zu gehen pflegt.
Na immerhin

MfG
Rupert
Stefan Schmitz
2017-07-31 19:47:27 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Was lässt dich denn anhand der dortigen groben Beschreibung einer
Zeugenvernehmung annehmen, dass die komplette Aussage in irgendeiner Weise
auf Band oder sonst im Wortlaut aufgezeichnet würde?
Z. B. die Formulierung "ob zur Kontrolle das Vorspielen der Aufzeichnung
erwünscht ist".
Gerade das sollte dich merken lassen, dass eben nicht seine eigenen Worte
aufgenommen werden. Die müsste er nicht nochmal kontrollieren.
Henning Koch
2017-07-31 20:24:22 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Aufgezeichnet wird das Protokoll natürlich schon, entweder mit Papier und
Bleistift
Und /das/ wird dann ggf. "vorgespielt" (s. o.)?
Natürlich, von den Gerichtsschauspielern.
Thomas Hochstein
2017-08-06 12:35:11 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Z. B. die Formulierung "ob zur Kontrolle das Vorspielen der Aufzeichnung
erwünscht ist". Insbesondere der Begriff "Vorspielen" dürfte sich wohl
bei kaum [tm] einer anderen Protokollierungsmöglichkeit sinnvoll
interpretieren lassen.
Ja, in Zivil- und Arbeitsgerichtssachen wird das Protokoll regelmäßig
durch den Richter diktiert (nicht zuletzt, weil man so den
Urkundsbeamten einspart).
Post by Wolfgang Jäth
Post by Rupert Haselbeck
Post by Wolfgang Jäth
Und wie komme ich an diese Email von dir ran?
Das ist keine Email...
(Hier ist Usenet)
Das *ist* eine Email-MID (Hint: Ein Newartikel-MID müsste mit "<news:"
beginnen).
Unsinn. Eine Message-ID erhält - es sei denn zufällig - "news". Was Du
meinst, ist eine URL.
Post by Wolfgang Jäth
Och, ich glaube, dass das Arbeitsgericht Reutlingen erstens durchaus aus
der Branche ist, und zweitens auch sehr genau weiß, wie es beim
Arbeitsgericht Reutlingen so zu zu gehen pflegt.
Freilich. Allerdings nicht so, wie Du es Dir vorstellst.

-thh
--
TANSTAAFL.xyz Mailing List Management
Thomas Hochstein <***@tanstaafl.xyz>
| There ain't no such thing as a free lunch
| - or is there?
Andreas Barth
2017-07-30 11:53:50 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Hochstein
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat.
Ich habe auch schon durchaus erlebt, dass direkt durch den
Vernehmenden selbst das Protokoll im Rechner erfasst wird.


Viele Grüße,
Andi
Thomas Hochstein
2017-07-30 20:50:01 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Barth
Post by Thomas Hochstein
Vielmehr wird die Vernehmung durch denjenigen, der sie leitet,
protokolliert: er stellt die Fragen, hört sich die Antworten an und
formuliert dann das Protokoll. Das erfolgt entweder in Gegenwart einer
Schreibkraft, die das direkt mitschreibt, oder durch Diktat.
Ich habe auch schon durchaus erlebt, dass direkt durch den
Vernehmenden selbst das Protokoll im Rechner erfasst wird.
Kommt auch vor, ist aber nicht besonders günstig.

(Es kann auch vorkommen, dass ein Zeuge oder - insbesondere -
Sachverständiger seine Aussage selbst auf Band spricht, und es wäre
auch nicht ausgeschlossen, dass er sie selbst in den Rechner tippt.
Das sind aber alles Ausnahmefälle.)
Gerald Gruner
2017-07-24 17:41:59 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Mir fällt kein gutwilliger Grund ein, weshalb im Zivil- und
Strafprozess keine Tonaufzeichnung erfolgt und die schriftliche
Protokollierung nur nach Gutsherrenart vorgenommen wird. Und
auch dann nicht wörtlich.
Arbeitsersparnis?
(Sorgfältig erstellte Protokolle kosten Zeit.)
Manchmal auch Selbstschutz?
(Schlechte Dokumentation macht Fehler und Beugungen schwerer greifbar.)

MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
Thomas Hochstein
2017-07-29 08:43:10 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Florian Weimer
Das Photo stammt doch von einem Arbeitsgericht, oder?
Soldaten sind keine Arbeitnehmer. :)

Es handelt sich um das Verwaltungsgericht Sigmaringen.
Nein, die Aussage wird protokolliert, in der Regel durch den
Vorsitzenden. Das ist etwas (ganz) anderes als ein Mitschnitt, weil
die Antwort durch einen anderen als den Zeugen formuliert - und dabei
in der Regel gerafft und geglättet - wird. Sonst müsste man ja auch
nicht anbieten, die Aufnahme noch einmal vorzuspielen.
--
Ressourcen für eine fruchtbringende Diskussion in de.soc.recht.ALL:
Gesetzestexte, Rechtsprechung und Fundstellen: <http://dejure.org/>
Gesetze und Verordnungen (deutsches Bundesrecht): <http://buzer.de/>
Freie Rechtsprechungs-Dokumentation (Urteile): <http://openjur.de/>
Lothar Frings
2017-07-24 06:51:34 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Frank Scheffski
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Ja.
Geeignet für Aufzeichnungen von Sprache aus allen Richtungen.
Billiger und betriebssicherer, als jedem ein gerichtetes Mikro vor die
Nase zu setzen.
Echt? Ich hätte gedacht, daß mehrere Mikrofone
dank Redundanz betriebssicherer seien. Wenn
eines ausfällt, können zwei Leute dasselbe benutzen.
Wenn dieses eine ausfällt, ist Feierabend.
Frank Hucklenbroich
2017-07-24 09:27:44 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Lothar Frings
Post by Frank Scheffski
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Ja.
Geeignet für Aufzeichnungen von Sprache aus allen Richtungen.
Billiger und betriebssicherer, als jedem ein gerichtetes Mikro vor die
Nase zu setzen.
Echt? Ich hätte gedacht, daß mehrere Mikrofone
dank Redundanz betriebssicherer seien. Wenn
eines ausfällt, können zwei Leute dasselbe benutzen.
Wenn dieses eine ausfällt, ist Feierabend.
Mikrophone sind in der Regel relativ einfache Technik, da ist eigentlich
nichts dran, was ausfallen kann, so lange das Ding nicht vom Tisch fällt,
und selbst das dürfte es überstehen. Wer schon mal ein SM-58 im harten
Bühneneinsatz erlebt hat der weiß, das Mikrophone quasi unkaputtbar sind.
Da muß man sich schon sehr anstrengen, um so ein Teil zu zerlegen.

Wenn das einmal alles richtig verkabelt ist, dann hat man Technik für die
Ewigkeit. Funkmikrophone sind eine andere Baustelle, da kann der Akku leer
sein oder die Frequenz belegt. Aber ein festverkabeltes Mikro ist
narrensicher.

Grüße,

Frank
Lothar Frings
2017-07-24 09:36:45 UTC
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Raw Message
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lothar Frings
Post by Frank Scheffski
Post by Lothar Frings
Post by Wolfgang Kynast
Post by Lothar Frings
Post by blackjack
http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3595792/860x860
Stimmt, danke. Und was ist es nun?
Tonaufzeichnung?
Das ist ein Mikrofon?
Ja.
Geeignet für Aufzeichnungen von Sprache aus allen Richtungen.
Billiger und betriebssicherer, als jedem ein gerichtetes Mikro vor die
Nase zu setzen.
Echt? Ich hätte gedacht, daß mehrere Mikrofone
dank Redundanz betriebssicherer seien. Wenn
eines ausfällt, können zwei Leute dasselbe benutzen.
Wenn dieses eine ausfällt, ist Feierabend.
Mikrophone sind in der Regel relativ einfache Technik, da ist eigentlich
nichts dran, was ausfallen kann, so lange das Ding nicht vom Tisch fällt,
und selbst das dürfte es überstehen. Wer schon mal ein SM-58 im harten
Bühneneinsatz erlebt hat der weiß, das Mikrophone quasi unkaputtbar sind.
Da muß man sich schon sehr anstrengen, um so ein Teil zu zerlegen.
Wenn das einmal alles richtig verkabelt ist, dann hat man Technik für die
Ewigkeit. Funkmikrophone sind eine andere Baustelle, da kann der Akku leer
sein oder die Frequenz belegt. Aber ein festverkabeltes Mikro ist
narrensicher.
Dann verstehe ich erst recht nicht, was da
betriebssicherer sein soll.

Einen Grund könnte ich mir vorstellen:
Wenn es keine Funkmikrofone sein sollen,
müßte von jedem Platz aus ein Kabel
zum Aufnahmegerät führen, wenn man das nicht
schon vorausschauend "unter Putz gelegt"
hätte, der Gerichtsaal also ein "älteres
Semester" wäre. Die ganzen Kabel wären
bestimt störend.
Bastian Blank
2017-07-24 09:53:00 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Echt? Ich hätte gedacht, daß mehrere Mikrofone
dank Redundanz betriebssicherer seien. Wenn
eines ausfällt, können zwei Leute dasselbe benutzen.
Wenn dieses eine ausfällt, ist Feierabend.
In dem Gerät sind ziehmlich sicher mehrere Mikrofone verbaut.

Bastian
Lothar Frings
2017-07-24 10:00:43 UTC
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Post by Bastian Blank
Post by Lothar Frings
Echt? Ich hätte gedacht, daß mehrere Mikrofone
dank Redundanz betriebssicherer seien. Wenn
eines ausfällt, können zwei Leute dasselbe benutzen.
Wenn dieses eine ausfällt, ist Feierabend.
In dem Gerät sind ziehmlich sicher mehrere Mikrofone verbaut.
Dann verstehe ich trotzdem nicht.
Wieso sind mehrere Mikrofone betriebssicherer
als mehrere Mikrofone?
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