Discussion:
Vollstreckungstitel: was damit tun?
(zu alt für eine Antwort)
blackjack
2017-08-05 17:42:18 UTC
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Raw Message
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?

(gehört eigentlich in die Finanz-Gruppe, aber dort schreibt ja nur Selzer McKenzie)
Detlef Meißner
2017-08-05 18:10:32 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?
Vollstrecken lassen?

Vorschlag machen zum Abstottern, z.B. 20 € pro Monat.

Detlef
blackjack
2017-08-05 18:30:32 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?
Vollstrecken lassen?
Dann zahle ich den Gerichtsvollzieher und der Schuldner hat Einkünfte von unter 1000€. Dann bekomme ich nichts.
Wenn das Konto nicht geschützt ist, bekomme ich dann die 300€ vom Konto?
Post by Detlef Meißner
Vorschlag machen zum Abstottern, z.B. 20 € pro Monat.
Hatten wir schon vereinbart, zugesagt, aber dann kam nie Geld. Vielleicht kennt der Schulder das Verfahren und weiß, dass nicht viel zu holen ist.
Detlef Meißner
2017-08-05 20:15:39 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?
Vollstrecken lassen?
Dann zahle ich den Gerichtsvollzieher und der Schuldner hat Einkünfte von unter 1000€. Dann bekomme ich nichts.
Ja, das kann so kommen. Kenne ich.
Post by blackjack
Wenn das Konto nicht geschützt ist, bekomme ich dann die 300€ vom Konto?
Dann müsstest du das Konto pfänden lassen. Das Prozedere kenne ich aber
nicht.
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Vorschlag machen zum Abstottern, z.B. 20 € pro Monat.
Hatten wir schon vereinbart, zugesagt, aber dann kam nie Geld.
Kenne ich. Wird versprochen, um einen still zu halten.
Post by blackjack
Vielleicht kennt der Schulder das Verfahren und weiß, dass nicht viel zu holen ist.
Ja, es gibt Schuldner, die kennen sich da ganz gut aus. Die kennen auch
andere Schuldner und geben sich gegenseitig Tipps.

Leider hat man als Privatperson keine Möglichkeit, bei der Schufa was
eintragen zu lassen. Denn ein Schufaeintrag und dann evtl. keinen
Handyvertrag zu bekommen, ist für manche Leute eine schlimme Strafe.

Aber wahrscheinlich gibt es einen Trick, trotzdem was bei der Schufa
eintragen zu lassen.

300 € sind ja nun kein Betrag. Entweder die Person hat noch andere
Mahnbescheide/Titel laufen und legt es darauf an, auf Dauer nicht zahlen
zu müssen, oder irgendwann wird Privatinsolvenz angemeldet.

Was ich so kenne: Frau alleinerziehend mit Kind. 450-€-Job. Mehr wird
nicht angenommen, weil man dann ja die Miete und die Schulden bezahlen
müsste und sich außerdem um das Kind kümmern muss. Kind wird größer, der
Frau wird eine längere Beschäftigung vom Jobcenter zugemutet - und zack
- wird sie wieder schwanger. Und das ohne Mann.

Prinzipiell eine lebenslange Anstellung bei Hartz IV.

Da kann man nur hoffen, dass sich daran in den nächsten 30 Jahren mal
was ändern wird. Aber, wie gesagt, die Hoffnung ist gering.

BTW: Ich habe einen Titel über rund 2000 €. Aber ich schicke alle 2
Jahre den Gerichtsvollzieher los. Ich darf nur nicht vergessen, meine
Erben entsprechend zu instruieren.

Detlef
blackjack
2017-08-05 20:53:48 UTC
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Post by Detlef Meißner
Leider hat man als Privatperson keine Möglichkeit, bei der Schufa was
eintragen zu lassen. Denn ein Schufaeintrag und dann evtl. keinen
Handyvertrag zu bekommen, ist für manche Leute eine schlimme Strafe.
Ich habe gehört, man kann den Titel weiterverkaufen.
Dann bekommt man nicht viel, aber ein gewerblicher Käufer kann dann einen Schufaeintrag machen.
Harald Klotz
2017-08-05 22:01:58 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Ich habe gehört, man kann den Titel weiterverkaufen.
Dann bekommt man nicht viel, aber ein gewerblicher Käufer kann dann einen Schufaeintrag machen.
Auch der kann es nicht.
Aber welche Sorge machst du dir um den ohnehin vorhandenen Eintrag?

Verkaufen geht evtl. an Firmen wie Kreditreform, wenn sie es kaufen wollen.
Austahlungen soll es wohl bis 50% geben.

Grüße Harald
Detlef Meißner
2017-08-06 04:28:25 UTC
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Raw Message
Post by Harald Klotz
Post by blackjack
Ich habe gehört, man kann den Titel weiterverkaufen.
Dann bekommt man nicht viel, aber ein gewerblicher Käufer kann dann einen Schufaeintrag machen.
Auch der kann es nicht.
Aber welche Sorge machst du dir um den ohnehin vorhandenen Eintrag?
Wie kommst du darauf, dass ein Schufaeintrag vorhanden ist?
Post by Harald Klotz
Verkaufen geht evtl. an Firmen wie Kreditreform, wenn sie es kaufen wollen.
Austahlungen soll es wohl bis 50% geben.
Wenn es 50% gibt, kann man noch zufrieden sein.

Detlef
blackjack
2017-08-06 08:31:24 UTC
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Raw Message
Post by Harald Klotz
Post by blackjack
Ich habe gehört, man kann den Titel weiterverkaufen.
Dann bekommt man nicht viel, aber ein gewerblicher Käufer kann dann einen Schufaeintrag machen.
Auch der kann es nicht.
Aber welche Sorge machst du dir um den ohnehin vorhandenen Eintrag?
Mir ist nicht klar, dass ein Vollstreckungstitel automatisch von der Schufa erfasst wird.
Detlef Meißner
2017-08-06 08:48:50 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Harald Klotz
Post by blackjack
Ich habe gehört, man kann den Titel weiterverkaufen.
Dann bekommt man nicht viel, aber ein gewerblicher Käufer kann dann einen Schufaeintrag machen.
Auch der kann es nicht.
Aber welche Sorge machst du dir um den ohnehin vorhandenen Eintrag?
Mir ist nicht klar, dass ein Vollstreckungstitel automatisch von der Schufa erfasst wird.
Nein, wird es auch nicht.
Man muss es bei der Schufa eintragen. Und das können nur Mitglieder.

Detlef
Harald Klotz
2017-08-05 21:59:06 UTC
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Post by Detlef Meißner
Dann müsstest du das Konto pfänden lassen. Das Prozedere kenne ich aber
nicht.
Das geht so weit ich weiß nur über den Gerichtsvollzieher.
Die Kosten hast du am Hals wenn es nichts zu holen gibt.
Post by Detlef Meißner
Leider hat man als Privatperson keine Möglichkeit, bei der Schufa was
eintragen zu lassen.
Das ist auch gut so.
Wenn er einen Titel hat, dann wird den auch die Schufa entdeckt und
eingetragen haben.
Post by Detlef Meißner
Aber wahrscheinlich gibt es einen Trick, trotzdem was bei der Schufa
eintragen zu lassen.
Die Schufa trägt nur Meldungen von Vertragspartnern ein und sie
kontrolliert die öffentlichen Eintragungen der Gerichte.
Ein Vollstreckungstitel ist öffentlich.
Post by Detlef Meißner
Da kann man nur hoffen, dass sich daran in den nächsten 30 Jahren mal
was ändern wird. Aber, wie gesagt, die Hoffnung ist gering.
Das Problem ist, dass du es mitbekommen musst, was in der Regel nur
geht, wenn du regelmäßig auf deine Kosten den Gerichtsvollzieher bemühst.
Oder ud kennst jemanden, der die Person kennt und dich benachrichtigt.
Post by Detlef Meißner
BTW: Ich habe einen Titel über rund 2000 €. Aber ich schicke alle 2
Jahre den Gerichtsvollzieher los. Ich darf nur nicht vergessen, meine
Erben entsprechend zu instruieren.
Das macht nur Sinn, wenn die Chance besteht, dass der derjenige zu Geld
kommt.
Vermutlich wird er irgendwann einen Insolvenzantrag stellen.

Grüße Harald
Detlef Meißner
2017-08-06 04:47:54 UTC
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Raw Message
Post by Harald Klotz
Post by Detlef Meißner
Dann müsstest du das Konto pfänden lassen. Das Prozedere kenne ich aber
nicht.
Das geht so weit ich weiß nur über den Gerichtsvollzieher.
Die Kosten hast du am Hals wenn es nichts zu holen gibt.
Post by Detlef Meißner
Leider hat man als Privatperson keine Möglichkeit, bei der Schufa was
eintragen zu lassen.
Das ist auch gut so.
Wenn er einen Titel hat, dann wird den auch die Schufa entdeckt und
eingetragen haben.
Nein.
Die Schufa trägt von sich aus nichts ein. Sie trägt nur, das ein, was
ihr ihre Mitglieder mitteilen.
Das geht dann manchmal so weit, dass unseriöse Inkassofirmen bereits
Mahnbescheide eintragen lassen.
Post by Harald Klotz
Post by Detlef Meißner
Aber wahrscheinlich gibt es einen Trick, trotzdem was bei der Schufa
eintragen zu lassen.
Die Schufa trägt nur Meldungen von Vertragspartnern ein und sie
kontrolliert die öffentlichen Eintragungen der Gerichte.
Eben nicht.
Post by Harald Klotz
Ein Vollstreckungstitel ist öffentlich.
Ein Vollstreckungsbescheid im Schuldnerregister ist zwar öffentlich
einsehbar, aber da sitzt bestimmt kein Schufa-Mitarbeiter dran und
schreibt sie regelmäßig ab.
Post by Harald Klotz
Post by Detlef Meißner
Da kann man nur hoffen, dass sich daran in den nächsten 30 Jahren mal
was ändern wird. Aber, wie gesagt, die Hoffnung ist gering.
Das Problem ist, dass du es mitbekommen musst, was in der Regel nur
geht, wenn du regelmäßig auf deine Kosten den Gerichtsvollzieher bemühst.
Oder ud kennst jemanden, der die Person kennt und dich benachrichtigt.
Ja, manche entziehen sich dem ganzen gern durch Umzug und hoffen, dass
irgendwann mal Gras +über die Sache wächst.
Post by Harald Klotz
Post by Detlef Meißner
BTW: Ich habe einen Titel über rund 2000 €. Aber ich schicke alle 2
Jahre den Gerichtsvollzieher los. Ich darf nur nicht vergessen, meine
Erben entsprechend zu instruieren.
Das macht nur Sinn, wenn die Chance besteht, dass der derjenige zu Geld
kommt.
Prinzipiell könnte dir Person in kleinen Raten zahlen, wenn sie denn
wollte, aber sie weiß ganz genau, dass ihr ein gewisser Eigenbetrag
zusteht. Und Schufa-Einträge juckt sie vermutlich auch nicht, dann
werden neue Sachen eben von einer anderen Person bestellt.
Post by Harald Klotz
Vermutlich wird er irgendwann einen Insolvenzantrag stellen.
Möglich.

Detlef
blackjack
2017-08-06 08:33:07 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Prinzipiell könnte dir Person in kleinen Raten zahlen, wenn sie denn
wollte, aber sie weiß ganz genau, dass ihr ein gewisser Eigenbetrag
zusteht. Und Schufa-Einträge juckt sie vermutlich auch nicht, dann
werden neue Sachen eben von einer anderen Person bestellt.
Schufa-Einträge wollen die Leute nicht.
Da bekommt man Probleme mit Handy-Verträgen und Kreditkäufen.
Detlef Meißner
2017-08-06 08:55:35 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Prinzipiell könnte dir Person in kleinen Raten zahlen, wenn sie denn
wollte, aber sie weiß ganz genau, dass ihr ein gewisser Eigenbetrag
zusteht. Und Schufa-Einträge juckt sie vermutlich auch nicht, dann
werden neue Sachen eben von einer anderen Person bestellt.
Schufa-Einträge wollen die Leute nicht.
Ja, manche.
Post by blackjack
Da bekommt man Probleme mit Handy-Verträgen und Kreditkäufen.
Richtig. Dann bestellt eben die Oma oder ein guter Bekannter.

Ich kenne drei Leute, die das so gemacht haben.
Ist ja auch problemlos machbar, weil hinter einer Handynummer ja nicht
automatisch eine bestimmte Person steht. Austauschen oder weitergeben
ist problemlos möglich.
Deshalb haben ja auch viele Menschen gar keinen Festnetzanschluss, den
würden sie erst gar nicht bekommen.

Manche haben sich ihr Leben trotz Schufa-Einträgen gut eingerichtet.

Detlef
Helmut Richter
2017-08-06 09:30:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Schufa-Einträge wollen die Leute nicht.
Ja, manche.
Post by blackjack
Da bekommt man Probleme mit Handy-Verträgen und Kreditkäufen.
Richtig. Dann bestellt eben die Oma oder ein guter Bekannter.
Ich kenne drei Leute, die das so gemacht haben.
Ist ja auch problemlos machbar, weil hinter einer Handynummer ja nicht
automatisch eine bestimmte Person steht. Austauschen oder weitergeben
ist problemlos möglich.
Deshalb haben ja auch viele Menschen gar keinen Festnetzanschluss, den
würden sie erst gar nicht bekommen.
Manche haben sich ihr Leben trotz Schufa-Einträgen gut eingerichtet.
Am lästigsten ist, dass man keine Wohnung bekommt. Manche stört freilich
auch das nicht.
--
Helmut Richter
Detlef Meißner
2017-08-06 10:17:35 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Richter
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Schufa-Einträge wollen die Leute nicht.
Ja, manche.
Post by blackjack
Da bekommt man Probleme mit Handy-Verträgen und Kreditkäufen.
Richtig. Dann bestellt eben die Oma oder ein guter Bekannter.
Ich kenne drei Leute, die das so gemacht haben.
Ist ja auch problemlos machbar, weil hinter einer Handynummer ja nicht
automatisch eine bestimmte Person steht. Austauschen oder weitergeben
ist problemlos möglich.
Deshalb haben ja auch viele Menschen gar keinen Festnetzanschluss, den
würden sie erst gar nicht bekommen.
Manche haben sich ihr Leben trotz Schufa-Einträgen gut eingerichtet.
Am lästigsten ist, dass man keine Wohnung bekommt.
1. Nicht alle Vermieter verlangen eine Schufa-Auskunft. Das sind die,
die noch ein unerschütterliches Vertrauen in die Menschheit haben.

2. Manche Vermieter lassen sich bei Hartz-IV-Empfängern die Miete direkt
vom Amt bezahlen. Sie meinen, dann bekämen sie wenigstens regelmäßig die
Miete.
Das hat natürlich auch seine Tücken.
Post by Helmut Richter
Manche stört freilich
auch das nicht.
Genau.

Detlef
Hartmut Kraus
2017-08-06 08:59:21 UTC
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Raw Message
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Prinzipiell könnte dir Person in kleinen Raten zahlen, wenn sie denn
wollte, aber sie weiß ganz genau, dass ihr ein gewisser Eigenbetrag
zusteht. Und Schufa-Einträge juckt sie vermutlich auch nicht, dann
werden neue Sachen eben von einer anderen Person bestellt.
Schufa-Einträge wollen die Leute nicht.
Die werden aber nicht gefragt.
Post by blackjack
Da bekommt man Probleme mit Handy-Verträgen und Kreditkäufen.
Schon mit der Eröffnung eines Kontos, wenn die Bank dumm tut.
--
http://www.hkraus.eu/
Stefan Schmitz
2017-08-06 16:13:23 UTC
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Raw Message
Post by Detlef Meißner
Die Schufa trägt von sich aus nichts ein. Sie trägt nur, das ein, was
ihr ihre Mitglieder mitteilen.
Das geht dann manchmal so weit, dass unseriöse Inkassofirmen bereits
Mahnbescheide eintragen lassen.
Wenn dem Mahnbescheid nicht widersprochen wird, ist das nicht unseriös.
Unbestrittene Forderungen, die trotzdem nicht bezahlt werden, dürfen eingetragen
werden. (Das geht auch ganz ohne Mahnbescheid.)
Post by Detlef Meißner
Ein Vollstreckungsbescheid im Schuldnerregister ist zwar öffentlich
einsehbar, aber da sitzt bestimmt kein Schufa-Mitarbeiter dran und
schreibt sie regelmäßig ab.
Wie kommt ein Vollstreckungsbescheid ins Schuldnerregister?
Da werden nur Insolvenzen und Vermögensauskünfte eingetragen, keine Titel.
Stefan Schmitz
2017-08-06 16:07:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?
Vollstrecken lassen?
Dann zahle ich den Gerichtsvollzieher und der Schuldner hat Einkünfte von
unter 1000€. Dann bekomme ich nichts.
Wenn der Gerichtsvollzieher vollstreckt, interessiert den das Einkommen nicht.
Der schaut, ob Geld oder Wertgegenstände da sind, um die Schuld zu tilgen.
Post by blackjack
Wenn das Konto nicht geschützt ist, bekomme ich dann die 300€ vom Konto?
Wenn es kein Pfändungsschutzkonto ist, bekommst du Guthaben, das nicht schon
jemand anders gepfändet hat.
Die Kontopfändung macht aber nicht der Gerichtsvollzieher. Die muss man
separat bei Gericht beantragen.
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Vorschlag machen zum Abstottern, z.B. 20 € pro Monat.
Hatten wir schon vereinbart, zugesagt, aber dann kam nie Geld. Vielleicht
kennt der Schulder das Verfahren und weiß, dass nicht viel zu holen ist.
Wenn der Vorschlag vom Gerichtsvollzieher kommt, hält man sich vielleicht eher
dran. Sonst droht irgendwann die Vermögensauskunft, die man wegen der negativen
Folgen nicht so gern abgibt.
U***@web.de
2017-08-06 16:15:20 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Stefan Schmitz
Sonst droht irgendwann die Vermögensauskunft, die man wegen der negativen
Folgen nicht so gern abgibt.
Irgendwann ist, sobald der Vollstreckungsgläubiger das beantragt.

Gruß, ULF
Detlef Meißner
2017-08-06 16:22:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Stefan Schmitz
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Post by blackjack
Ich habe einen Vollstreckungstitel über 300€ gegen eine alleinerziehende Mutter, die einen 400€-Job im Supermarkt hat.
Ich vermute mal, dass sie nicht allzu viel Geld auf ihrem Konto hat, vielleicht 400€.
Was mach ich damit am besten mit dem Titel?
Vollstrecken lassen?
Dann zahle ich den Gerichtsvollzieher und der Schuldner hat Einkünfte von
unter 1000€. Dann bekomme ich nichts.
Wenn der Gerichtsvollzieher vollstreckt, interessiert den das Einkommen nicht.
Der schaut, ob Geld oder Wertgegenstände da sind, um die Schuld zu tilgen.
Der fragt nach Geld und Sparbüchern und Wertgegenständen
(Briefmarkensammlung), kramt aber nicht rum. Und da er sich vorher
angekündigt, werden natürlich schnell alle Gegenstände, die gepfändet
werden könnten (Playstation usw.), ausgelagert.
(So kenne ich das, kann aber sein, dass andere GV "schärfer" vorgehen.)
Post by Stefan Schmitz
Post by blackjack
Wenn das Konto nicht geschützt ist, bekomme ich dann die 300€ vom Konto?
Wenn es kein Pfändungsschutzkonto ist, bekommst du Guthaben, das nicht schon
jemand anders gepfändet hat.
Die Kontopfändung macht aber nicht der Gerichtsvollzieher. Die muss man
separat bei Gericht beantragen.
Und man muss IMO die Kontonummer benennen können.
Post by Stefan Schmitz
Post by blackjack
Post by Detlef Meißner
Vorschlag machen zum Abstottern, z.B. 20 € pro Monat.
Hatten wir schon vereinbart, zugesagt, aber dann kam nie Geld. Vielleicht
kennt der Schulder das Verfahren und weiß, dass nicht viel zu holen ist.
Wenn der Vorschlag vom Gerichtsvollzieher kommt, hält man sich vielleicht eher
dran. Sonst droht irgendwann die Vermögensauskunft, die man wegen der negativen
Folgen nicht so gern abgibt.
Welche negativen Folgen sollten das sein? Ich habe auch so einen
Kadetten, der angeblich kaum was verdient.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er falsche Angaben gemacht hat, aber
der GV meinte, ich müsste dafür gerichtsverwertbare Belege haben.

Detlef

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