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Servicegebühr für Bezahlmethoden
(zu alt für eine Antwort)
Martin Τrautmann
2017-08-03 18:51:36 UTC
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Raw Message
Hallo,

bei Kleiderkreisel fällt bei beim Bezahlen eine zusötzliche
Servicegebühr an:

<https://www.kleiderkreisel.de/pages/extra-services>

Wird für eine Transaktion auf der Plattform eine der Zahlungsarten
Kreditkarte, SOFORTÜberweisung, PayPal oder e-wallet (auf der Plattform
"Geldbeutel" genannt) (auswählbar nach Anklicken des "Kaufen"-Buttons)
gewählt, fällt [...] eine Gebühr in Höhe von 0,70 EUR plus
4% auf den Verkaufspreis (ungeachtet etwaiger Versandkosten) je
Transaktion an.

Dass jene Zahlungsmethoden kostenpflichtig sind, das wird beim Kauf
nicht angezeigt. Auch wird erst nach Auswahl in der Endsumme die Höhe
der Servicegebühr angezeigt.

Angeblich wäre Bezahlung per Überweisung kostenlos - aber die wurde mir
überhaupt nicht zur Wahl gestellt.

Das kommt mir alles recht komisch vor, wo die Preisangabenverordnung
klare Auszeichnung von Endpreisen verlangt. Wie beurteilt ihr das?

Schönen Gruß
Martin
Werner Holtfreter
2017-08-03 20:58:54 UTC
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Raw Message
Post by Martin Τrautmann
Hallo,
bei Kleiderkreisel fällt bei beim Bezahlen eine zusötzliche
<https://www.kleiderkreisel.de/pages/extra-services>
Wird für eine Transaktion auf der Plattform eine der
Zahlungsarten Kreditkarte, SOFORTÜberweisung, PayPal oder
e-wallet (auf der Plattform "Geldbeutel" genannt) (auswählbar
nach Anklicken des "Kaufen"-Buttons)
gewählt, fällt [...] eine Gebühr in Höhe von 0,70 EUR plus
4% auf den Verkaufspreis (ungeachtet etwaiger Versandkosten) je
Transaktion an.
Dass jene Zahlungsmethoden kostenpflichtig sind, das wird beim
Kauf nicht angezeigt. Auch wird erst nach Auswahl in der Endsumme
die Höhe der Servicegebühr angezeigt.
Angeblich wäre Bezahlung per Überweisung kostenlos - aber die
wurde mir überhaupt nicht zur Wahl gestellt.
Das kommt mir alles recht komisch vor, wo die
Preisangabenverordnung klare Auszeichnung von Endpreisen verlangt.
Wie beurteilt ihr das?
Die mangelnde Transparenz beurteile ich negativ, die Belastung des
Verursachers (statt aller Käufer) mit den Transaktionskosten sehe
ich positiv.
--
Gruß Werner
http://vera-lengsfeld.de/2017/07/26/1540
www.nzz.ch/international/pegida-bist-du-nicht-weltoffen-wirst-du-geschlossen-ld.1307345
Martin Gerdes
2017-08-03 22:36:22 UTC
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Raw Message
Post by Martin Τrautmann
bei Kleiderkreisel fällt bei beim Bezahlen eine zusötzliche
<https://www.kleiderkreisel.de/pages/extra-services>
Wird für eine Transaktion auf der Plattform eine der Zahlungsarten
Kreditkarte, SOFORTÜberweisung, PayPal oder e-wallet (auf der Plattform
"Geldbeutel" genannt) (auswählbar nach Anklicken des "Kaufen"-Buttons)
gewählt, fällt [...] eine Gebühr in Höhe von 0,70 EUR plus
4% auf den Verkaufspreis (ungeachtet etwaiger Versandkosten) je
Transaktion an.
Dass jene Zahlungsmethoden kostenpflichtig sind, das wird beim Kauf
nicht angezeigt. Auch wird erst nach Auswahl in der Endsumme die Höhe
der Servicegebühr angezeigt.
Angeblich wäre Bezahlung per Überweisung kostenlos - aber die wurde mir
überhaupt nicht zur Wahl gestellt.
Man versucht es halt.

Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Post by Martin Τrautmann
Das kommt mir alles recht komisch vor, wo die Preisangabenverordnung
klare Auszeichnung von Endpreisen verlangt. Wie beurteilt ihr das?
Genauso.
Wo aber kein Kläger ist, ist auch kein Richter.
Bastian Blank
2017-08-04 14:36:10 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Also Lastschrift ist hier üblich und kostenfrei.

Bastian
Martin Gerdes
2017-08-07 20:59:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bastian Blank
Post by Martin Gerdes
Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Also Lastschrift ist hier üblich und kostenfrei.
Damit die Bahn Lastschrift anbietet, braucht man meines Wissens ein
Kundenkonto.
Wolfgang Jäth
2017-08-08 04:30:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Gerdes
Post by Bastian Blank
Post by Martin Gerdes
Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Also Lastschrift ist hier üblich und kostenfrei.
Damit die Bahn Lastschrift anbietet, braucht man meines Wissens ein
Kundenkonto.
Nein; nur ohne Kundenkonto musst du deine Daten halt jedes mal neu eingeben.

Wolfgang
--
Martin Gerdes
2017-08-09 16:02:15 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Jäth
Post by Martin Gerdes
Post by Bastian Blank
Post by Martin Gerdes
Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Also Lastschrift ist hier üblich und kostenfrei.
Damit die Bahn Lastschrift anbietet, braucht man meines Wissens ein
Kundenkonto.
Nein; nur ohne Kundenkonto musst du deine Daten halt jedes mal neu eingeben.
Ich fahre selten mit der Bahn; beim letzten mal habe ich mich mal wieder
darüber geärgert, daß es keine kostenfreie Standardbezahlmethode gab.

Eigentlich leide ich nicht unter Paranoia, aber "Sofortüberweisung.de"
muß für mich nicht sein. Da kann ich ja gleich eine TAN mailen.

Das nächste Mal achte ich darauf, ob man per Lastschrift bezahlen kann
oder nicht, könnte aber etwas dauern, bis es zu diesem nächsten Mal
kommt.
Andreas Bockelmann
2017-08-11 07:53:54 UTC
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Raw Message
Post by Martin Gerdes
Eigentlich leide ich nicht unter Paranoia, aber "Sofortüberweisung.de"
muß für mich nicht sein. Da kann ich ja gleich eine TAN mailen.
Funktioniert mit meiner Bank (DiBa) auch nicht.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Hans CraueI
2017-08-09 22:31:39 UTC
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Raw Message
Martin Gerdes schrieb
Post by Martin Gerdes
Dem Verbraucherrecht zufolge muß mindestens eine gängige und zumutbare
Zahlungsart kostenfrei sein -- aber die Bahn beispielsweise hält das
auch nicht ein.
Am Automaten und im Reisezentrum ist das moeglich (ec-Karte oder bar,
bar nicht bei allen Automaten). Zahlung per Kreditkarte kostet
Aufschlag ab 50 Euro Fahrpreis fuer Inlandsfahrten mit Fernverkehr,
bei Ausland oder mit nur Nahverkehr wird auch bei Fahrpreisen ueber
50 Euro kein Aufschlag erhoben.
Der Aufschlag ist aergerlich und wohl eigentlich auch mittlerweile
nicht mehr wirklich gerechtfertigt.
Post by Martin Gerdes
Wo aber kein Kläger ist, ist auch kein Richter.
Schreibt das Verbraucherrecht denn fuer *jeden Vertriebsweg* eine
kostenfreie Zahlungsart vor, genuegt nicht ein (gaengiger und
zumutbarer) Zugang, etwa ueber Automaten (die es an vielen Bahnhoefen
gibt, und zum Bahnhof muss man sowieso)? Eine Klage koennte mit
Hinweis darauf abgewiesen werden.

Pragmatisch: Man besorgt sich hinreichend viele (Geschenk-) Gutscheine
(hier z.B. bei Rewe und Penny erhaeltlich, fuenf Jahre Gueltigkeit;
es gibt sie wohl auch via Webseite). Die schenkt man sich dann halt
selbst. Bei Ueberzahlung einer Fahrkarte mit Gutscheinen gibt es
einen neuen Gutschein ueber den Ueberschussbetrag (der gilt aber nur
noch ein Jahr ab Einloesung). Kreditkarten-Aufschlag wird nur fuer
den nicht mit Gutscheinen bezahlten Restbetrag erhoben.

Hans
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