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Thilo Sarrazin: Das Duell mit den Fakten
(zu alt für eine Antwort)
Show-Wahlen
2017-09-04 11:44:19 UTC
Permalink
Raw Message
Thilo Sarrazin, Gastautor
Das Duell mit den Fakten
[...]
Die deutsche Geschichte der letzten 12 Jahre hätte ganz anders
verlaufen können. Erst wenn man sich solche eine Alternative
konkret vor Augen führt, begreift man den immensen Schaden,
den Angela Merkel für Deutschland und Europa angerichtet hat.
Das wären die Alternativen gewesen:

- Im Frühling 2010 hätte man an den Prinzipien des Maastricht-
Vertrages festhalten müssen. Griechenland hätte eine Staats-
insolvenz erlitten und wäre aus dem Euro ausgeschieden. Längst
hätte es mit einer um 40 Prozzent abgewerteten Drachme wieder
auf einen Wachstumspfad zurückgefunden, es ginge ihm weitaus
besser als jetzt. Für alle Gläubiger von Euro-Staaten wäre
dies sehr heilsam gewesen.
[...]
- An der Wehrpflicht hätte man solange festgehalten, bis ein
tragfähiges Konzept für die Zukunftsausgaben der Bundeswehr
vorgelegen hätte.
[...]
- In der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik hätte Deutschland
strikt an den Dublin-Abkommen festgehalten und die Grenzen gegen
illegale Einwanderung vorsorglich geschlossen. Die Milliarden,
die in Europa seit 2010 in den EFSF und den ESM flossen, wären
rechtzeitig für eine vorbeugende militärische und grenzpolizei-
liche Sicherung der europäischen Außengrenzen und für Flücht-
lingshilfen nahe den Herkunftsländern ausgegeben worden.
[...]
- Die Flüchtlingswelle seit 2015 nach Deutschland hätte nicht
stattgefunden. Die Kriminalität in Deutschland und Europa wäre
deutlich niedriger. Tausende islamistischer Gefährder hätte gar
nicht erst einreisen können, es hätte deshalb auch deutlich
weniger Attentate gegeben.

- Die Gründung der AfD durch Bernd Lucke im Jahre 2013 wäre
ausgefallen. weil der Parteigründer in der CDU geblieben wäre.
Es gäbe keine Partei rechts von der Union mit der Aussicht
des Einzugs in den Bundestag

- Das Brexit-Votum in Großbritannien wäre deutlich zugunsten
des Verbleibs ausgefallen. Eine Euromitgliedschaft wäre für das
Land attraktiv statt abschreckend gewesen, nachdem die Maastricht-
Prinzipien ihre Tragfähigkeit bewiesen hätten. Wegen der wirksamen
europäischen Grenzsicherung wären in Großbritannien sogar die
Stimmen für einen Beitritt zum Schengen-Raum stärker geworden.

- Der statt Angela Merkel amtierende Bundeskanzler hätte einen
viel größeren Teil seiner Kraft auf eine intelligente Energiewende,
auf die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technik und auf
eine Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild legen können,
anstatt europäisches Krisenmanagement zu betreiben. Zur Zukunft
des Verbrennungsmotors hätte er gesagt, dass dieser auf natür-
lichem Wege dann sterben wird, wenn es bessere Alternativen gibt.
Schließlich sind ja auch der Frachtensegler und der Pferdefuhrwerk
nicht verboten worden, sie hatten sich ganz einfach überlebt.

Was bleibt?

Das historische Vermächtnis von Angela Merkel besteht in der
AfD, im Brexit, in einer nach den eigenen Maßstäben gänzlich
missglückten Energiewende und in einer großen kulturfremden
Einwanderung aus islamischen Ländern. Die letztere verzehrt
in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten jene moralischen
und finanziellen Ressourcen, die wir eigentlich für die
Bewältigung unserer demographischen Probleme brauchen.

In gehörigem zeitlichen Abstand wird das Urteil der Geschichte
bei keinem Bundeskanzler so negativ ausfallen wie bei Angela Merkel.
Zuerst erschienen in der Zürcher Weltwoche
http://www.achgut.com/artikel/das_duell_mit_den_fakten

Zürcher Weltwoche:
Angela Merkel
Eine Schadensbilanz
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-35/artikel/angela-merkel-eine-schadensbilanz-die-weltwoche-ausgabe-352017.html

Solange wir noch solch treffende Analysen lesen dürfen -
natürlich nicht im hiesigen Mainstream - sondern (wie früher
schon mal) in ausländischen Zeitungen oder in kritischen Blogs -
flackert noch das berühmte kleine Licht. Aber ich befürchte,
Sarrazin hatte schon mit seinem Buch “D schafft sich ab” recht.

Erst wenn alles zugrunde geht, merken die Deutschen, was abgeht.
Dann ist es aber zu spät. Deutsche Geschichte wiederholt sich.
Fritz
2017-09-04 12:28:37 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Show-Wahlen
Das Duell mit den Fakten
Findet auf:
de.soc.umwelt,de.soc.recht.misc
sowieso nicht statt!

fup2
--
Fritz
Das bunte Treiben der Kreischer hierconfs:
'Alternative Wahrheiten' 'Alternative Fakten' 'Postfaktische Wahrheiten'
'Fake News' 'Bunte Sprache'
Córneliusvar Hánsson
2017-09-06 06:20:37 UTC
Permalink
Raw Message
Hi,

danke für deinen Beitrag! Du kannst denken und fühlst Verantwortung
für die Zukunft unserer Kinder!

Noch ein kleiner Zusatz:

http://tinyurl.com/yd29udok

Einen analogen Beitrag von Peter Scholl-Latour finde ich leider nicht
mehr. Auch nicht mit Gugl. Wurde wohl gelöscht.

Ich bin schon neugierig, ob Frau Merkel erklärt, daß Deutschland die
USA-Dreamers aufnimmt. Sie schafft das!

Gruß Córneliusvar

______________________________________________________
Post by Show-Wahlen
Thilo Sarrazin, Gastautor
Das Duell mit den Fakten
[...]
Die deutsche Geschichte der letzten 12 Jahre hätte ganz anders
verlaufen können. Erst wenn man sich solche eine Alternative
konkret vor Augen führt, begreift man den immensen Schaden,
den Angela Merkel für Deutschland und Europa angerichtet hat.
- Im Frühling 2010 hätte man an den Prinzipien des Maastricht-
Vertrages festhalten müssen. Griechenland hätte eine Staats-
insolvenz erlitten und wäre aus dem Euro ausgeschieden. Längst
hätte es mit einer um 40 Prozzent abgewerteten Drachme wieder
auf einen Wachstumspfad zurückgefunden, es ginge ihm weitaus
besser als jetzt. Für alle Gläubiger von Euro-Staaten wäre
dies sehr heilsam gewesen.
[...]
- An der Wehrpflicht hätte man solange festgehalten, bis ein
tragfähiges Konzept für die Zukunftsausgaben der Bundeswehr
vorgelegen hätte.
[...]
- In der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik hätte Deutschland
strikt an den Dublin-Abkommen festgehalten und die Grenzen gegen
illegale Einwanderung vorsorglich geschlossen. Die Milliarden,
die in Europa seit 2010 in den EFSF und den ESM flossen, wären
rechtzeitig für eine vorbeugende militärische und grenzpolizei-
liche Sicherung der europäischen Außengrenzen und für Flücht-
lingshilfen nahe den Herkunftsländern ausgegeben worden.
[...]
- Die Flüchtlingswelle seit 2015 nach Deutschland hätte nicht
stattgefunden. Die Kriminalität in Deutschland und Europa wäre
deutlich niedriger. Tausende islamistischer Gefährder hätte gar
nicht erst einreisen können, es hätte deshalb auch deutlich
weniger Attentate gegeben.
- Die Gründung der AfD durch Bernd Lucke im Jahre 2013 wäre
ausgefallen. weil der Parteigründer in der CDU geblieben wäre.
Es gäbe keine Partei rechts von der Union mit der Aussicht
des Einzugs in den Bundestag
- Das Brexit-Votum in Großbritannien wäre deutlich zugunsten
des Verbleibs ausgefallen. Eine Euromitgliedschaft wäre für das
Land attraktiv statt abschreckend gewesen, nachdem die Maastricht-
Prinzipien ihre Tragfähigkeit bewiesen hätten. Wegen der wirksamen
europäischen Grenzsicherung wären in Großbritannien sogar die
Stimmen für einen Beitritt zum Schengen-Raum stärker geworden.
- Der statt Angela Merkel amtierende Bundeskanzler hätte einen
viel größeren Teil seiner Kraft auf eine intelligente Energiewende,
auf die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Technik und auf
eine Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild legen können,
anstatt europäisches Krisenmanagement zu betreiben. Zur Zukunft
des Verbrennungsmotors hätte er gesagt, dass dieser auf natür-
lichem Wege dann sterben wird, wenn es bessere Alternativen gibt.
Schließlich sind ja auch der Frachtensegler und der Pferdefuhrwerk
nicht verboten worden, sie hatten sich ganz einfach überlebt.
Was bleibt?
Das historische Vermächtnis von Angela Merkel besteht in der
AfD, im Brexit, in einer nach den eigenen Maßstäben gänzlich
missglückten Energiewende und in einer großen kulturfremden
Einwanderung aus islamischen Ländern. Die letztere verzehrt
in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten jene moralischen
und finanziellen Ressourcen, die wir eigentlich für die
Bewältigung unserer demographischen Probleme brauchen.
In gehörigem zeitlichen Abstand wird das Urteil der Geschichte
bei keinem Bundeskanzler so negativ ausfallen wie bei Angela Merkel.
Zuerst erschienen in der Zürcher Weltwoche
http://www.achgut.com/artikel/das_duell_mit_den_fakten
Angela Merkel
Eine Schadensbilanz
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-35/artikel/angela-merkel-eine-schadensbilanz-die-weltwoche-ausgabe-352017.html
Solange wir noch solch treffende Analysen lesen dürfen -
natürlich nicht im hiesigen Mainstream - sondern (wie früher
schon mal) in ausländischen Zeitungen oder in kritischen Blogs -
flackert noch das berühmte kleine Licht. Aber ich befürchte,
Sarrazin hatte schon mit seinem Buch “D schafft sich ab” recht.
Erst wenn alles zugrunde geht, merken die Deutschen, was abgeht.
Dann ist es aber zu spät. Deutsche Geschichte wiederholt sich.
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