Discussion:
beschriftete Banknoten
(zu alt für eine Antwort)
Stefan Schmitz
2016-08-24 15:31:28 UTC
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Frage bei "Wer weiß denn sowas?"

Wer eine Banknote bekritzelt,
a) macht sich strafbar.
b) macht sie wertlos.
c) kann sie bei der Bundesbank gegen eine neue umtauschen.


Hoecker war sich ganz sicher, dass c) richtig ist. Und auch für mich war es bis
dahin gesichertes Wissen, dass Beschriftungen völlig unproblematisch sind.

Als richtig wurde aber b) präsentiert, bei vorsätzlichen Beschädigungen bekomme
man keinen Ersatz.



Hat sich da womöglich mit der Euro-Einführung etwas gravierendes an der Rechtslage
geändert?
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
Stefan Schmitz
2016-08-24 19:27:26 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
Sie gelten nicht als vorsätzlich beschädigt, werden also sehr wohl umgetauscht:

"Bei Euro-Banknoten, die nur in geringem Maße beschädigt sind, z. B.
bei mit Beschriftungen, Zahlen oder kurzen Sätzen versehenen
Banknoten, ist in der Regel nicht anzunehmen, dass die
Beschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde."

Anderenfalls ergäben sich auch unzählige Komplikationen.
Fa.lk.Sc.H.a.de
2016-08-24 19:45:25 UTC
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Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
"Bei Euro-Banknoten, die nur in geringem Maße beschädigt sind, z. B.
bei mit Beschriftungen, Zahlen oder kurzen Sätzen versehenen
Banknoten, ist in der Regel nicht anzunehmen, dass die
Beschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde."
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Stefan Schmitz
2016-08-24 19:52:15 UTC
Permalink
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
"Bei Euro-Banknoten, die nur in geringem Maße beschädigt sind, z. B.
bei mit Beschriftungen, Zahlen oder kurzen Sätzen versehenen
Banknoten, ist in der Regel nicht anzunehmen, dass die
Beschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde."
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Wohl eher, dass man das nicht deswegen getan hat, um sie zu beschädigen.
P&eterL#iederm%ann
2016-08-24 20:48:52 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
"Bei Euro-Banknoten, die nur in geringem Maße beschädigt sind, z. B.
bei mit Beschriftungen, Zahlen oder kurzen Sätzen versehenen
Banknoten, ist in der Regel nicht anzunehmen, dass die
Beschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde."
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Wohl eher, dass man das nicht deswegen getan hat, um sie zu beschädigen.
Gilt das etwa auch für Motorhauben?
Wolfgang Kynast
2016-08-24 20:53:23 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
Post by Stefan Schmitz
Post by Stefan Schmitz
Oder liegt vielleicht ein Missverständnis vor dahingehend, dass Beschriftungen
gar nicht als Beschädigungen gelten?
"Bei Euro-Banknoten, die nur in geringem Maße beschädigt sind, z. B.
bei mit Beschriftungen, Zahlen oder kurzen Sätzen versehenen
Banknoten, ist in der Regel nicht anzunehmen, dass die
Beschädigung vorsätzlich herbeigeführt wurde."
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Wohl eher, dass man das nicht deswegen getan hat, um sie zu beschädigen.
Vor etlichen Jahren hat man in Italien öfter Lire-Scheine mit der
Telefonnummer gewisser "Damen" bekommen :-)
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Mike Grantz
2016-08-25 00:36:22 UTC
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Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Wohl eher, dass man beim Bargeldgeschäft die Beschriftung nicht
wahrgenommen hat.
Andreas Portz
2016-08-25 05:05:31 UTC
Permalink
Post by Fa.lk.Sc.H.a.de
vermuten die also, das man da versehentlich was drauf geschrieben hat?
Sicher, du weißt doch, wie das beim Pferdehandel läuft: nach der Prüfung
des Gebisses (Pferd) wird vor Überschreibung der Besitzurkunde
(Verkäufer) seitens dessen "Erst mal Kohle auf den Tisch!" (Käufer)
verlangt. Wenn der Kaufvertrag dann etwas ungeschickt über diese
drapiert wurde, könnten die Nachkommastelle, sowie das Verkaufsjahr
schon mal auf das Zahlungsmittel gekrakelt worden sein.


-Andreas
Marion Scheffels
2016-08-26 08:26:44 UTC
Permalink
Post by Stefan Schmitz
Und auch für mich war es bis
dahin gesichertes Wissen, dass Beschriftungen völlig unproblematisch sind.
Naja, für mich als Banker ist eine Note damit Müll und wird
aussortiert.
Beschriftungen sind aber heutzutage sehr selten geworden. Winzige
Stempel gabs schon mal noch (heute mit UV-Tinte). Möglicherweise eben
weil man sehr auf Maschinenfähigkeit achtet und solche Noten sofort
(vollautomatisch) aus dem Umlauf kommen. Da man solche Kritzeleien
nicht mehr auf Noten sieht, macht sie auch keiner (Broken Window).
Post by Stefan Schmitz
Als richtig wurde aber b) präsentiert, bei vorsätzlichen Beschädigungen bekomme
man keinen Ersatz.
Ich muss zugeben, dass ich das gewusste habe - aber ich bin jetzt auch
nicht auf die Idee gekommen, dass das genaugenommen schon bei einer
Kritzelei der Fall ist.

Die Übergänge sind natürlich mal wieder fließend. Irgendeine
Kleinigkeit ist kein Thema, benutzt allerdings jemand eine Banknote
für solche ausgedehnten Kritzeleien, wie einige Leute sie bei einem
längeren Telefonat auf eine Unterlage malen, ist schon mal eher Game
Over.

MarionS
--
***@marions.de

"Darf ich Ihnen unseren Zehnerpack anbieten?"
"Wieviel sind denn da drin?"
Frank Hucklenbroich
2016-08-26 09:33:38 UTC
Permalink
Post by Marion Scheffels
Post by Stefan Schmitz
Und auch für mich war es bis
dahin gesichertes Wissen, dass Beschriftungen völlig unproblematisch sind.
Naja, für mich als Banker ist eine Note damit Müll und wird
aussortiert.
Beschriftungen sind aber heutzutage sehr selten geworden. Winzige
Stempel gabs schon mal noch (heute mit UV-Tinte).
Die werden auch manchmal benutzt, um Mitarbeiter von Läden des Diebstahls
zu überführen.

Früher gab es auch mal eine Betrugsmasche (gerne an Tankstellen), bei denen
Kunde 1 mit einem unauffällig beschrifteten 50er bezahlt, Kunde 2 zahlt mit
einem 20er, beahuptet dann aber er hätte mit einem 50er bezahlt, er könne
das auch beweisen, denn auf dem 50er sei eine Telefonnummer notiert. Der
Kassierer schaut in die Kasse, und da liegt tatsächlich der beschriftete
50er, und so gibt er dem Kunden 2 auf 50 raus und hat 30 EUR verloren. Dem
kann der Kassierer vorbeugen, indem er den Schein, mit dem bezahlt wurde,
sichtbar liegen läßt und erst in die Kasse legt, nachdem er das Wechselgeld
gezahlt hat. Einige Kassen haben eine extra Klammer dafür.

Grüße,

Frank
David Seppi
2016-08-26 10:05:34 UTC
Permalink
[...]
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Marion Scheffels
Beschriftungen sind aber heutzutage sehr selten geworden. Winzige
Stempel gabs schon mal noch (heute mit UV-Tinte).
Die werden auch manchmal benutzt, um Mitarbeiter von Läden des Diebstahls
zu überführen.
Wie das?

btw: Ein Mitschüler hielt es auf einem Schikurs für eine gute Idee[tm],
seine Geldscheine zu beschriften, um sich gegen Diebstahl durch
Mitschüler zu schützen. Hat natürlich nicht lange gedauert, bis einer
seiner 20-Schilling-Scheine als Restgeld zu einem anderen Mitschüler
wanderte - natürlich beschriftet.
--
David Seppi
1220 Wien
Frank Hucklenbroich
2016-08-26 10:59:33 UTC
Permalink
Post by David Seppi
[...]
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Marion Scheffels
Beschriftungen sind aber heutzutage sehr selten geworden. Winzige
Stempel gabs schon mal noch (heute mit UV-Tinte).
Die werden auch manchmal benutzt, um Mitarbeiter von Läden des Diebstahls
zu überführen.
Wie das?
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.

Ähnliches ist auch denkbar bei Ermittlungen gegen Drogendealer, wo
Zivilpolizisten die Ware mit derart markierten Scheinen bezahlen, so daß
man später nachvollziehen kann, bei wem das Geld gelandet ist.

Grüße,

Frank
w***@web.de
2016-08-26 11:20:22 UTC
Permalink
X-No-archive: Yes
Post by Frank Hucklenbroich
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.
Die Polizei wird bei der Unterstützung einer derartigen "Bitte" kaum behilflich sein, wenn kein konkreter Tatverdacht (z.B. durch Zeugenaussagen oder - legale - Videoaufnahmen erhärtet) vorliegt. Ist ähnlich wie bei der Taschenüberprüfung bei Supermarktkunden.

Auch gegenüber seinem Arbeitgeber ist der Kassierer nur zum "schauen lassen" verpflichtet, wenn dies arbeitsvertraglich so geregelt ist. Das ist dann aber ne arbeits- bzw. zivilrechtliche Sache und da mischt sich die Polizei normalerweise auch nicht ein.
Frank Hucklenbroich
2016-08-26 12:58:22 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
X-No-archive: Yes
Post by Frank Hucklenbroich
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.
Die Polizei wird bei der Unterstützung einer derartigen "Bitte" kaum behilflich sein, wenn kein konkreter Tatverdacht (z.B. durch Zeugenaussagen oder - legale - Videoaufnahmen erhärtet) vorliegt. Ist ähnlich wie bei der Taschenüberprüfung bei Supermarktkunden.
Einen Tatverdacht muß es natürlich geben, es verschwindet z.B. immer dann
Geld aus der Kasse, wenn ein bestimmter Kassierer Dienst hat.
Post by w***@web.de
Auch gegenüber seinem Arbeitgeber ist der Kassierer nur zum "schauen lassen" verpflichtet, wenn dies arbeitsvertraglich so geregelt ist. Das ist dann aber ne arbeits- bzw. zivilrechtliche Sache und da mischt sich die Polizei normalerweise auch nicht ein.
Sowas steht im Zweifelsfall im Arbeitsvertrag. Es ist aber in sensiblen
Bereichen duchaus üblich, daß Mitarbeiter stichprobenartigen Überprüfungen
zustimmen müssen. Sei es, daß sie Münzen prägen, Waffen zusammenbauen oder
mit Substanzen hantieren, die auf dem Schwarzmarkt interessant sein
könnten.

Grüße,

Frank
w***@web.de
2016-08-26 16:30:04 UTC
Permalink
X-No-archive: Yes
Post by Frank Hucklenbroich
Einen Tatverdacht muß es natürlich geben, es verschwindet z.B. immer dann
Geld aus der Kasse, wenn ein bestimmter Kassierer Dienst hat.
Für diesen Tatverdacht reicht aber nicht die bloße Behauptung des evtl. Geschädigten aus. Da wird er noch ein bißchen mehr beibringen müssen.
Juergen Roesener
2016-08-26 13:17:58 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
Die Polizei wird bei der Unterstützung einer derartigen "Bitte" kaum behilflich sein, wenn kein konkreter Tatverdacht (z.B. durch Zeugenaussagen oder - legale - Videoaufnahmen erhärtet) vorliegt.
Die Polizei hilft auch bei einem Verdacht, der mit ihrer Hilfe zuerst
noch konkretisiert werden musste.

Fall: einem Mitarbeiter wurde regelmäßig Geld aus dem im
verschlossenen Spind aufbewahrten Portemonnaie gestohlen. Um den Täter
zu überführen, hat die Kriminalpolizei Geldscheine mit Silberbromid
präpariert und wie bestellt, verschwand wieder Geld noch an demselben
Tag.

Anschließend wurde allen anwesenden Personen Rodinal Fotoentwickler
auf die Hände gegeben und der (teil-)geständige Dieb wurde überführt.

Vielleicht geht man heutzutage subtiler vor, ich hätte an Stelle des
Diebes die sich sehr merkwürdig anfühlenden Geldscheine nicht
mitgenommen.
Christian Müller
2016-08-26 13:58:56 UTC
Permalink
Post by Juergen Roesener
Vielleicht geht man heutzutage subtiler vor, ich hätte an Stelle des
Diebes die sich sehr merkwürdig anfühlenden Geldscheine nicht
mitgenommen.
Die Reaktion auf den Entwickler hätten deine Hände aber trotzdem gezeigt:-)


Gruß Christian
Stefan+ (Stefan Froehlich)
2016-08-27 06:58:03 UTC
Permalink
Post by Christian Müller
Post by Juergen Roesener
Vielleicht geht man heutzutage subtiler vor, ich hätte an Stelle des
Diebes die sich sehr merkwürdig anfühlenden Geldscheine nicht
mitgenommen.
Die Reaktion auf den Entwickler hätten deine Hände aber trotzdem gezeigt:-)
Es hätte dann aber wohl niemand kontrolliert.

Allerdings überschätzt Juergen vermutlich die Aufmerksamkeit eines Diebes
bezüglich potentieller Fallen. Der weiss ja nicht, dass gerade diesmal
alles anders ist, als bisher - und er ist immer unter Stress und in Eile.

Servus,
Stefan
--
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Stefan - Das hat der Welt noch gefehlt!
(Sloganizer)
Juergen Roesener
2016-08-27 10:42:53 UTC
Permalink
Post by Stefan+ (Stefan Froehlich)
Allerdings überschätzt Juergen vermutlich die Aufmerksamkeit eines Diebes
bezüglich potentieller Fallen. Der weiss ja nicht, dass gerade diesmal
alles anders ist, als bisher - und er ist immer unter Stress und in Eile.
Er war ohnehin nicht der Cleverste; es wurde immer nur ein Mitarbeiter
bestohlen, der als Einziger für seinen Spind ein eigenes
Vorhängeschloss benutzte. Und nur das konnte der eher talentfreie
Lockpicker öffnen.

Jürgen
Juergen Roesener
2016-08-27 10:31:23 UTC
Permalink
Post by Christian Müller
Die Reaktion auf den Entwickler hätten deine Hände aber trotzdem gezeigt:-)
Klar, ich durfte die Scheine ja nach Beendigung der Aktion unter
Aufsicht des Polizeibeamten anfassen und hatte nach der anschließenden
Behandlung mit Rodinal recht dauerhaft geschwärzte Fingerspitzen. :-)

Das Portemonnaie des bestohlenen Mitarbeiters war danach übrigens
nicht mehr zu gebrauchen.

Jürgen
Stefan Schmitz
2016-08-26 16:08:04 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
X-No-archive: Yes
Post by Frank Hucklenbroich
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.
Die Polizei wird bei der Unterstützung einer derartigen "Bitte" kaum behilflich sein, wenn kein konkreter Tatverdacht (z.B. durch Zeugenaussagen oder - legale - Videoaufnahmen erhärtet) vorliegt. Ist ähnlich wie bei der Taschenüberprüfung bei Supermarktkunden.
Das kommt ganz auf die involvierten Polizisten an, ggfs. auch noch auf deren
Verhältnis zum Ladeninhaber.
Man sollte nicht erwarten, dass jeder Polizist die Rechtslage kennt und danach
handelt.
w***@web.de
2016-08-26 16:33:15 UTC
Permalink
X-No-archive: Yes
Post by Stefan Schmitz
Das kommt ganz auf die involvierten Polizisten an, ggfs. auch noch auf deren
Verhältnis zum Ladeninhaber.
Man sollte nicht erwarten, dass jeder Polizist die Rechtslage kennt und danach
handelt.
Frage mich allerdings, was man sonst von einem Polizisten erwarten kann. Von einem Klempner erwartet man auch, daß er Löten kann. Wer die Grundkenntnisse seines Berufes nicht besitzt, sollte sich einen anderen suchen.

Und wenn eine Rechtslage nicht bekannt ist, sind Polizisten beim Eingriff in Grund- und Persönlichkeitsrechte eher vorsichtig. Dienstaufsichtsbeschwerden machen sich schlecht beim Beförderungsantrag.
Rupert Haselbeck
2016-08-26 18:10:06 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
Post by Stefan Schmitz
Das kommt ganz auf die involvierten Polizisten an, ggfs. auch noch auf
deren Verhältnis zum Ladeninhaber.
Man sollte nicht erwarten, dass jeder Polizist die Rechtslage kennt und
danach handelt.
Doch, das sollte man erwarten können, jedenfalls soweit es seine Ebene
betrifft. Und in der Regel ist diese Erwartung auch zutreffend
Post by w***@web.de
Frage mich allerdings, was man sonst von einem Polizisten erwarten kann.
Von einem Klempner erwartet man auch, daß er Löten kann. Wer die
Grundkenntnisse seines Berufes nicht besitzt, sollte sich einen anderen
suchen.
Wo ist das Problem? Man findet immer wieder Leute, welche alle anderen für
Idioten halten und überzeugt sind, nur sie selbst wüssten alles und jedes
besser
Post by w***@web.de
Und wenn eine Rechtslage nicht bekannt ist, sind Polizisten beim Eingriff
in Grund- und Persönlichkeitsrechte eher vorsichtig.
ACK
Post by w***@web.de
Dienstaufsichtsbeschwerden machen sich schlecht beim Beförderungsantrag.
Dienstaufsichtsbeschwerden lassen sich nicht vermeiden, wenn man seine
Arbeit ordentlich macht. Es gilt zu vermeiden, dass begründete
Dienstaufsichtsbeschwerden dabei sind.
Was ist eigentlich ein Beförderungsantrag?

MfG
Rupert
Andreas Neumann
2016-08-26 18:43:33 UTC
Permalink
Post by Rupert Haselbeck
Post by Stefan Schmitz
Man sollte nicht erwarten, dass jeder Polizist die Rechtslage kennt und
danach handelt.
Doch, das sollte man erwarten können, jedenfalls soweit es seine Ebene
betrifft.
Das sollte man meinen.
Post by Rupert Haselbeck
Und in der Regel ist diese Erwartung auch zutreffend
Meine persönliche, mehrfache Erfahrung zeigt, dass das Gegenteil zutreffend
ist.
Was ist nun Regel, was Ausnahme?
Rupert Haselbeck
2016-08-26 19:50:06 UTC
Permalink
Post by Andreas Neumann
Post by Rupert Haselbeck
Post by Stefan Schmitz
Man sollte nicht erwarten, dass jeder Polizist die Rechtslage kennt und
danach handelt.
Doch, das sollte man erwarten können, jedenfalls soweit es seine Ebene
betrifft.
Das sollte man meinen.
Post by Rupert Haselbeck
Und in der Regel ist diese Erwartung auch zutreffend
Meine persönliche, mehrfache Erfahrung zeigt, dass das Gegenteil
zutreffend ist.
Dagegen kann und will ich natürlich nichts sagen.
Ich habe in den letzten Jahrzehnten ebenfalls einige Erfahrungen in dieser
Richtung gemacht, teils persönlich, oft lediglich anhand von Akten. Zumeist
hielt das rechtliche Fundament der Betreffenden dem stand, mit was sie bei
ihrer Arbeit konfrontiert wurden. Wenn sie sich überfordert fühlen, dann
wagen sie sich zumeist nicht aufs Eis sondern fragen nach bzw. geben die
Frage oder das Problem weiter an jemanden, der dafür da ist, nämlich den
polizeilichen Vorgesetzten oder, bei Strafverfolgungsmassnahmen, die
Staatsanwaltschaft.
Aber natürlich gibts auch andere, das stimmt schon
Post by Andreas Neumann
Was ist nun Regel, was Ausnahme?
Meines Erachtens sind diejenigen, welche die Rechtslage zutreffend
einschätzen können, die weit überwiegende Mehrheit

MfG
Rupert
Stefan Schmitz
2016-08-26 19:16:45 UTC
Permalink
Post by Rupert Haselbeck
Wo ist das Problem? Man findet immer wieder Leute, welche alle anderen für
Idioten halten und überzeugt sind, nur sie selbst wüssten alles und jedes
besser
Die nennen sich dann "Haselbeck".
Hans CraueI
2016-08-27 11:53:35 UTC
Permalink
Stefan Schmitz schrieb
Post by Stefan Schmitz
Wo ist das Problem? Man findet immer wieder Leute, welche alle anderen fÃŒr
Idioten halten und ÃŒberzeugt sind, nur sie selbst wÃŒssten alles und jedes
besser
Die nennen sich dann "Haselbeck".
Nun, was erwartest du auch?
Mit einem Fake-Namen lassen sich gar trefflich Stammtischparolen
schwingen.

Hans CraueI
Marion Scheffels
2016-08-26 19:26:45 UTC
Permalink
On Fri, 26 Aug 2016 20:10:06 +0200, Rupert Haselbeck
Post by Rupert Haselbeck
Was ist eigentlich ein Beförderungsantrag?
Beförderungen werden ausgeschrieben und wer mittun will, schreit
"hier".

MarionS
--
***@marions.de

"Darf ich Ihnen unseren Zehnerpack anbieten?"
"Wieviel sind denn da drin?"
Rupert Haselbeck
2016-08-26 19:40:12 UTC
Permalink
Post by Marion Scheffels
Post by Rupert Haselbeck
Was ist eigentlich ein Beförderungsantrag?
Beförderungen werden ausgeschrieben und wer mittun will, schreit
"hier".
Eben

MfG
Rupert
Marc Haber
2016-08-27 06:58:50 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
Frage mich allerdings, was man sonst von einem Polizisten erwarten kann. Von einem Klempner erwartet man auch, daß er Löten kann. Wer die Grundkenntnisse seines Berufes nicht besitzt, sollte sich einen anderen suchen.
Ich erwarte allerdings auch von einem Zugbegleiter, dass er den Tarif
besser beherrscht als ich und spätestens, wenn ich ihm beim Preis für
einen Produktübergang IC => ICE widerspreche und die Differenz exakt
dem üblichen Bordpreiszuschlag entspricht, wenigstens mal nachschaut,
wenn er das Tarifwerk sowieso im Zug haben muss.

Anfang Juni, als ich regelmäßig mit einer IC-Monatskarte ICE gefahren
bin und zeitgleich ein Softwareupdate der Mobilen Terminals ausgerollt
wurde, das bei solchen Verkaufsvorgängen regelwidrig einen
Bordzuschlag draufhaut, habe ich das gegenteil dieser Erfahrung
gemacht.

Deine langen Einzeilenabsätze machen die Kommunikation mit Dir
übrigens nicht eben einfacher. Wie wäre es mal mit einem Newsreader?

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Ulrich Maier
2016-08-26 19:23:39 UTC
Permalink
Post by w***@web.de
X-No-archive: Yes
Post by Frank Hucklenbroich
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.
Die Polizei wird bei der Unterstützung einer derartigen "Bitte" kaum
behilflich sein, wenn kein konkreter Tatverdacht...
Wie soll ich mir das vorstellen: Da ist ein Kassierer, der unter
Verdacht steht, täglich Geldscheine aus der Kasse mitgehen zu lassen
(ohne diese Regelmäßigkeit würde es wenig Sinn ergeben, die Polizei
hinzuzuziehen). Tag für Tag übergibt er also die Kasse mit einem Manko
von fünf, zehn oder noch mehr Euro (kleinere Scheine gibt es nun mal
nicht), und er ist immer noch Kassierer? Und für einen Verdacht reicht
das tägliche Manko auch nicht aus? Hmm...

Ulrich
David Seppi
2016-08-26 17:32:52 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Man markiert die Scheine, die als Wechselgeld in der Kasse liegen, mit
unsichtbarer UV-Tinte. Wenn der verdächtige Kassierer den Laden verläßt,
bittet man ihn (ggfs. mit Hilfe der Polizei), doch mal in sein Portemonnaie
schauen zu dürfen. Findet man da markierte Scheine, dann hat er sie
geklaut.
... oder sie sind sonst wie an ihn gelangt. Immerhin sind die Scheine
für den Umlauf bestimmt ("Wechselgeld"). Daher auch mein Beispiel mit
dem Mitschüler, der sein Geld markierte.
Post by Frank Hucklenbroich
Ähnliches ist auch denkbar bei Ermittlungen gegen Drogendealer, wo
Zivilpolizisten die Ware mit derart markierten Scheinen bezahlen, so daß
man später nachvollziehen kann, bei wem das Geld gelandet ist.
Das wird aber wohl auch eher ein Indiz für weitere Ermittlungen als ein
Beweis sein, denn der Dealer hätte einen Teil des Geldes ja auch beim
Kebabstand ausgeben können.
--
David Seppi
1220 Wien
Marc Haber
2016-08-27 06:54:34 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Dem
kann der Kassierer vorbeugen, indem er den Schein, mit dem bezahlt wurde,
sichtbar liegen läßt und erst in die Kasse legt, nachdem er das Wechselgeld
gezahlt hat. Einige Kassen haben eine extra Klammer dafür.
Viele Einzelhandelsunternehmen haben auch eine dem entsprechende
Arbeitsanweisung ausgegeben.

Grüße
Marc
--
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Rupert Haselbeck
2016-08-27 07:03:35 UTC
Permalink
Post by Marc Haber
Post by Frank Hucklenbroich
Dem
kann der Kassierer vorbeugen, indem er den Schein, mit dem bezahlt wurde,
sichtbar liegen läßt und erst in die Kasse legt, nachdem er das
Wechselgeld gezahlt hat. Einige Kassen haben eine extra Klammer dafür.
Viele Einzelhandelsunternehmen haben auch eine dem entsprechende
Arbeitsanweisung ausgegeben.
Ack
Das lernt bereits jede Aushilfskassenkraft gleich nach der Erklärung, wie
man die Kasse denn überhaupt aufbekommt.

MfG
Rupert
Rüdiger Silberer
2016-09-02 22:49:26 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Marion Scheffels
Post by Stefan Schmitz
Und auch für mich war es bis
dahin gesichertes Wissen, dass Beschriftungen völlig unproblematisch sind.
Naja, für mich als Banker ist eine Note damit Müll und wird
aussortiert.
Beschriftungen sind aber heutzutage sehr selten geworden. Winzige
Stempel gabs schon mal noch (heute mit UV-Tinte).
Die werden auch manchmal benutzt, um Mitarbeiter von Läden des Diebstahls
zu überführen.
Früher gab es auch mal eine Betrugsmasche (gerne an Tankstellen), bei denen
Kunde 1 mit einem unauffällig beschrifteten 50er bezahlt, Kunde 2 zahlt mit
einem 20er, beahuptet dann aber er hätte mit einem 50er bezahlt, er könne
das auch beweisen, denn auf dem 50er sei eine Telefonnummer notiert. Der
Kassierer schaut in die Kasse, und da liegt tatsächlich der beschriftete
50er, und so gibt er dem Kunden 2 auf 50 raus und hat 30 EUR verloren. Dem
kann der Kassierer vorbeugen, indem er den Schein, mit dem bezahlt wurde,
sichtbar liegen läßt und erst in die Kasse legt, nachdem er das Wechselgeld
gezahlt hat. Einige Kassen haben eine extra Klammer dafür.
Ein Kassierer der das *nicht* so macht, der hat die 30 Euronen als
Strafe verdient.
--
Aufs Hilfloseste wird man in ihr hin und her geschwemmt, und wenn man
glaubt, man habe endlich eine Regel zu fassen bekommen, die im tosenden
Aufruhr der zehn Wortarten festen Boden zum Verschnaufen verspricht,
blättert man um und liest:
"Der Lernende merke sich die folgenden Ausnahmen." - Mark Twain -
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