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Verbraucherzentrale?
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Mike Grantz
2018-10-09 09:03:22 UTC
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xpost & fup2 dsrm

Ich hatte nun in 2 verschiedenen Rinderhackpackungen eines gewissen
Lieferanten eines gewissen Supermarktes Knochensplitter. Auf 4 habe ich
gebissen, wer weiss, wie viele unbemerkt runtergeschluckt.

Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.

"Nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlamentes und
des Rates über spezifische Hygienevorschriften für Lebensmittel
tierischen Ursprungs [2] und nach der tierischen
Lebensmittelhygiene-Verordnung [4] darf Hackfleisch nur aus
Skelettmuskulatur mit anhaftendem Fett hergestellt werden, Fleisch, das
Knochensplitter enthält, Knochenputz oder Separatorenfleisch dürfen
keinesfalls verwendet werden."

Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden, vor
allem, weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.

Aber wenn ich mich auf den Seiten der hiesigen Verbraucherzentrale
umschaue, dann beantworten sie keine E-Mails und ansonsten muss man
einen Termin vereinbaren und dort vorstellig werden.

Aus deren Preisliste wird nicht wirklich ersichtlich, ob so was auch
unter eine kostenpflichtige Beratung fällt.

Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?

Ich zitiere:
"Verbraucheranfragen und Anbieterverhalten

Wenn Sie eine Frage zu einem persönlichen Verbraucherproblem haben und
dazu eine Antwort oder Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an
unsere Beratungsstellen oder unsere kostenpflichtige Telefonberatung.
Anregungen

Möchten Sie uns auf einen Missstand aufmerksam machen oder eine Anregung
weitergeben? Dann schicken Sie uns eine Nachricht.
Wir freuen uns über Ihre Mitteilung, müssen Sie aber gleichzeitig um
Verständnis bitten, dass wir aus Kapazitätsgründen E-Mail-Anfragen nicht
beantworten können, die uns auf diesem Weg erreichen. Das gilt ebenso
für Briefe und Faxmitteilungen."

Schleswig-Holstein

Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Andreas Quast
2018-10-09 09:22:39 UTC
Antworten
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Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
<https://zufish.schleswig-holstein.de/>
Stichwort z.B. Lebensmittelkontrolle, -hygiene.

in HH sind dafür die Veterinärämter zuständig und die
Lebensmittelkontrolleure haben alle eine Ausbildung in einem
Lebensmittelberuf und würden wahrscheinlich einfach Kontrollen ziehen.
aq
Mike Grantz
2018-10-09 09:41:20 UTC
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Post by Andreas Quast
<https://zufish.schleswig-holstein.de/>
Stichwort z.B. Lebensmittelkontrolle, -hygiene.
Hm, wies scheint, wirds dann doch aufs Landeslabor hinauslaufen.

Bin allerdings noch am hadern. Bin ich zu pingelig, bei 2 verschiedenen
Packungen?
Ludger Averborg
2018-10-09 09:36:49 UTC
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On Tue, 9 Oct 2018 11:03:22 +0200, Mike Grantz
Post by Mike Grantz
Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?
Bei uns ist für die Lebensmittelüberwachung das
Kreisveterinäramt verantwortlich, auf jeden Fall erfährts du
beim Kreis/der kreisfreien Stadt, wer zuständig ist.

l.
Karl-Josef Ziegler
2018-10-09 09:41:14 UTC
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Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Ja, Veterinärämter, z. Bsp.:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/tiergesundheit/Downloads/Veterinaeraemter.pdf
Mike Grantz
2018-10-09 09:44:01 UTC
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Post by Karl-Josef Ziegler
Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/tiergesundheit/Downloads/Veterinaeraemter.pdf
Fachdienst Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit hört sich schon mal
gut an, danke.
Armin G.
2018-10-09 10:47:34 UTC
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Post by Mike Grantz
xpost & fup2 dsrm
fup ignoriert da es auch in dafa durchaus auch Leser gibt die das
interessiert.
Post by Mike Grantz
Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.
Korrekt. In der Verarbeitungskette arbeiten auch Menschen und da soll es
vorkommen das die auch mal Fehler machen.
Post by Mike Grantz
Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden, vor
allem, weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.
Wie konntest du nur wichtige Beweismittel vernichten?
Post by Mike Grantz
Aber wenn ich mich auf den Seiten der hiesigen Verbraucherzentrale
umschaue, dann beantworten sie keine E-Mails und ansonsten muss man
einen Termin vereinbaren und dort vorstellig werden.
Was hindert dich daran dort mal vorbei zu sehen und dein Problem
vorzutragen?
Post by Mike Grantz
Aus deren Preisliste wird nicht wirklich ersichtlich, ob so was auch
unter eine kostenpflichtige Beratung fällt.
Wenn du telefonisch dein Problem erledigst ist es kostenpflichtig, wie
du selbst nachgelesen haben solltest. Beratungskosten sind in dem Fall
an deinen Telefonanbieter zu entrichten.
Post by Mike Grantz
Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?
Was hindert dich daran eine E-Mail an die Verbraucherberatung zu senden?
Ok, wenn sie deine E-Mail Adresse sehen werden sie die Nachricht nicht
mal lesen.
Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Warum wendest du dich nicht an den Discounter wo du es gekauft hast?
Glaubst die haben kein Interesse daran fehlerfreie Ware zu verkaufen?
--
MfG Armin G.
U***@web.de
2018-10-09 12:48:38 UTC
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Post by Mike Grantz
Ich hatte nun in 2 verschiedenen Rinderhackpackungen eines gewissen
Lieferanten eines gewissen Supermarktes Knochensplitter. Auf 4 habe ich
gebissen, wer weiss, wie viele unbemerkt runtergeschluckt.
Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.
"Nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlamentes und
des Rates über spezifische Hygienevorschriften für Lebensmittel
tierischen Ursprungs [2] und nach der tierischen
Lebensmittelhygiene-Verordnung [4] darf Hackfleisch nur aus
Skelettmuskulatur mit anhaftendem Fett hergestellt werden, Fleisch, das
Knochensplitter enthält, Knochenputz oder Separatorenfleisch dürfen
keinesfalls verwendet werden."
Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden, vor
allem, weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.
Aber wenn ich mich auf den Seiten der hiesigen Verbraucherzentrale
umschaue, dann beantworten sie keine E-Mails und ansonsten muss man
einen Termin vereinbaren und dort vorstellig werden.
Aus deren Preisliste wird nicht wirklich ersichtlich, ob so was auch
unter eine kostenpflichtige Beratung fällt.
Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?
"Verbraucheranfragen und Anbieterverhalten
Wenn Sie eine Frage zu einem persönlichen Verbraucherproblem haben und
dazu eine Antwort oder Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an
unsere Beratungsstellen oder unsere kostenpflichtige Telefonberatung.
Anregungen
Möchten Sie uns auf einen Missstand aufmerksam machen oder eine Anregung
weitergeben? Dann schicken Sie uns eine Nachricht.
Wir freuen uns über Ihre Mitteilung, müssen Sie aber gleichzeitig um
Verständnis bitten, dass wir aus Kapazitätsgründen E-Mail-Anfragen nicht
beantworten können, die uns auf diesem Weg erreichen. Das gilt ebenso
für Briefe und Faxmitteilungen."
Schleswig-Holstein
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Ich ginge hier über
http://www.lebensmittelkontrolle-sh.de/lebensmittelkontrolle/behoerden/
zur Kreisverwaltung für den Kreis des Verkaufs- wie auch
Herstellersitzorts.

Gruß, ULF
Mike Grantz
2018-10-09 12:53:52 UTC
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Post by U***@web.de
Ich ginge hier über
http://www.lebensmittelkontrolle-sh.de/lebensmittelkontrolle/behoerden/
zur Kreisverwaltung für den Kreis des Verkaufs- wie auch
Herstellersitzorts.
Nun bin ich 2 mal beim Fachdienst Lebensmittelsicherheit und
Tiergesundheit und 2 mal beim Landeslabor. ;) Ich stöber noch etwas.
Karl-Josef Ziegler
2018-10-09 13:14:35 UTC
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Post by Mike Grantz
Nun bin ich 2 mal beim Fachdienst Lebensmittelsicherheit und
Tiergesundheit und 2 mal beim Landeslabor. ;) Ich stöber noch etwas.
Die sind oft beide involviert. Der Fachdienst zieht die Proben vor Ort
und schickt diese dann meist zur genaueren Begutachtung ans Landeslabor
(nennt sich manchmal auch Landesveterinäruntersuchungsamt).
Wolfgang Jäth
2018-10-09 15:10:04 UTC
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Post by Mike Grantz
Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden,
Die Lebensmittelüberwachung ist AFAIK kommunal geregelt, d. h. jede
Gemeinde etc. bestimmt selbst, welche ihrer Behörden für zuständig ist.
Oft (aber nicht überall) ist es das Ordnungsamt bzw. Gewerbeaufsicht.
Die (oder die Bürgerhilfe im Rathaus) sollten aber im Zweifelsfall auf
alle Fälle Auskunft geben können. Ein "Landeslabor" o. ä. in diesem Sinn
gibt es jedoch nicht (d. h. nicht für Bürger).
Post by Mike Grantz
vor
allem, weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.
Schlecht; Beweise wären sinnvoll (mindestens). Klar können die auch
selber eine Stichprobe ziehen, aber wenn die zufälligerweise nicht
auffällig ist, dann war es das auch.
Post by Mike Grantz
Aber wenn ich mich auf den Seiten der hiesigen Verbraucherzentrale
umschaue, dann beantworten sie keine E-Mails und ansonsten muss man
einen Termin vereinbaren und dort vorstellig werden.
Vbz ist dafür die falsche Anlaufstelle.
Post by Mike Grantz
Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?
Ohne Beweise? Klar, kannst du; du kannst dir aber genauso gut einen Ring
durch die Nase ziehen, wenn du verstehst, was ich meine.
Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Nein; ja, die Lebensmittelüberwachung (da die Zuständigkeit aber
regional unterschiedlich ist, musst du leider für deine Ecke
Deutschlands die betreffende Behörde selber heraus finden).

Wolfgang
--
Durch Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist
nicht der Turm von Pisa, der schief steht, es ist die Welt!
Mike Grantz
2018-10-09 15:22:01 UTC
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Post by Wolfgang Jäth
alle Fälle Auskunft geben können. Ein "Landeslabor" o. ä. in diesem Sinn
gibt es jedoch nicht (d. h. nicht für Bürger).
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LLABOR/llabor_node.html

Hab mich nur vom Namen leiten lassen.
Post by Wolfgang Jäth
Post by Mike Grantz
vor
allem, weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.
Schlecht; Beweise wären sinnvoll (mindestens). Klar können die auch
selber eine Stichprobe ziehen, aber wenn die zufälligerweise nicht
auffällig ist, dann war es das auch.
Genauso gut hätten die Splitter auch von wo anders sein können. *grübel*
Post by Wolfgang Jäth
Ohne Beweise? Klar, kannst du; du kannst dir aber genauso gut einen Ring
durch die Nase ziehen, wenn du verstehst, was ich meine.
Bei meinem Glück finde ich noch ne 4te oder 5te Packung.
Heiner Hass
2018-10-10 11:59:32 UTC
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Post by Mike Grantz
Genauso gut hätten die Splitter auch von wo anders sein können. *grübel*
Post by Wolfgang Jäth
Ohne Beweise? Klar, kannst du; du kannst dir aber genauso gut einen Ring
durch die Nase ziehen, wenn du verstehst, was ich meine.
Bei meinem Glück finde ich noch ne 4te oder 5te Packung.
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben. Damit kannst du dann ebenso gut zum Supermarkt gehen. Die
haben ein erhebliches Eigeninteresse, nicht mit mängelbehafteter Ware
beliefert zu werden. Dafür brauchst du weder Verbraucherzentrale noch
sonstige Aufsichtsbehörden, die ohne die oben genannten Angaben eh nicht
viel machen könnten.

Gruß Heiner
Wolfgang Jäth
2018-10-10 13:01:09 UTC
Antworten
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Post by Heiner Hass
Post by Mike Grantz
Genauso gut hätten die Splitter auch von wo anders sein können. *grübel*
Post by Wolfgang Jäth
Ohne Beweise? Klar, kannst du; du kannst dir aber genauso gut einen Ring
durch die Nase ziehen, wenn du verstehst, was ich meine.
Bei meinem Glück finde ich noch ne 4te oder 5te Packung.
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben. Damit kannst du dann ebenso gut zum Supermarkt gehen. Die
haben ein erhebliches Eigeninteresse, nicht mit mängelbehafteter Ware
beliefert zu werden.
Das ist richtig; allerdings scheint mir der Beschreibung des OP nach in
dem Fall das öffentliche Interesse ausreichend groß zu sein, dass die
örtliche Lebensmittelaufsicht wohl entsprechenden Stellen beim
Hersteller einschaltet, damit diese dann den Herstellungsbetrieb mal
gründlich unter die Lupe nimmt. Dieses Vorgehen dürfte IMHO wesentlich
zuverlässiger derartige Vorfälle zukünftig ausschließen, als eine
letztendlich doch nur private Beschwerde oder Rüge o. ä. durch diesen
einem Händler.
Post by Heiner Hass
Dafür brauchst du weder Verbraucherzentrale noch
sonstige Aufsichtsbehörden, die ohne die oben genannten Angaben eh nicht
viel machen könnten.
Wenn du dich da mal nicht täuschst; Aufsichtsbehörden können schon ne
ganze Menge machen (bis hin zu Betriebsschließungen).

Wolfgang
--
Durch Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist
nicht der Turm von Pisa, der schief steht, es ist die Welt!
Detlef Meißner
2018-10-10 14:02:07 UTC
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Post by Wolfgang Jäth
Post by Heiner Hass
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben. Damit kannst du dann ebenso gut zum Supermarkt gehen. Die
haben ein erhebliches Eigeninteresse, nicht mit mängelbehafteter Ware
beliefert zu werden.
Das ist richtig; allerdings scheint mir der Beschreibung des OP nach in
dem Fall das öffentliche Interesse ausreichend groß zu sein, dass die
örtliche Lebensmittelaufsicht wohl entsprechenden Stellen beim
Hersteller einschaltet, damit diese dann den Herstellungsbetrieb mal
gründlich unter die Lupe nimmt. Dieses Vorgehen dürfte IMHO wesentlich
zuverlässiger derartige Vorfälle zukünftig ausschließen, als eine
letztendlich doch nur private Beschwerde oder Rüge o. ä. durch diesen
einem Händler.
Nun, soweit ich das verstanden habe, ist's nicht ein Händler, sondern
ein Supermarkt. Ich tippe mal auf Aldi.
Aldi ist sehr darauf bedacht, einwandfreie Ware zu liefern. Bei
Beschwerden nehmen die die sofort raus und überprüfen den Hersteller.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Wolfgang Jäth
2018-10-10 14:11:53 UTC
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Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Post by Heiner Hass
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben. Damit kannst du dann ebenso gut zum Supermarkt gehen. Die
haben ein erhebliches Eigeninteresse, nicht mit mängelbehafteter Ware
beliefert zu werden.
Das ist richtig; allerdings scheint mir der Beschreibung des OP nach in
dem Fall das öffentliche Interesse ausreichend groß zu sein, dass die
örtliche Lebensmittelaufsicht wohl entsprechenden Stellen beim
Hersteller einschaltet, damit diese dann den Herstellungsbetrieb mal
gründlich unter die Lupe nimmt. Dieses Vorgehen dürfte IMHO wesentlich
zuverlässiger derartige Vorfälle zukünftig ausschließen, als eine
letztendlich doch nur private Beschwerde oder Rüge o. ä. durch diesen
einem Händler.
Nun, soweit ich das verstanden habe, ist's nicht ein Händler, sondern
ein Supermarkt. Ich tippe mal auf Aldi.
Aldi ist sehr darauf bedacht, einwandfreie Ware zu liefern. Bei
Beschwerden nehmen die die sofort raus und überprüfen den Hersteller.
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen. Und bei einer
Überprüfung durch den Händler würde der Hersteller im Zweifelsfall halt
auch nur bei diesem einen Händler raus fliegen, könnte aber seinen
Schrott weiter an andere verkaufen. Mit dem "grossen Dienstweg" wird auch das
unterbunden.

Wolfgang
--
Durch Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist
nicht der Turm von Pisa, der schief steht, es ist die Welt!
Wolfgang Kynast
2018-10-10 17:38:39 UTC
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Post by Wolfgang Jäth
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Post by Heiner Hass
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben. Damit kannst du dann ebenso gut zum Supermarkt gehen. Die
haben ein erhebliches Eigeninteresse, nicht mit mängelbehafteter Ware
beliefert zu werden.
Das ist richtig; allerdings scheint mir der Beschreibung des OP nach in
dem Fall das öffentliche Interesse ausreichend groß zu sein, dass die
örtliche Lebensmittelaufsicht wohl entsprechenden Stellen beim
Hersteller einschaltet, damit diese dann den Herstellungsbetrieb mal
gründlich unter die Lupe nimmt. Dieses Vorgehen dürfte IMHO wesentlich
zuverlässiger derartige Vorfälle zukünftig ausschließen, als eine
letztendlich doch nur private Beschwerde oder Rüge o. ä. durch diesen
einem Händler.
Nun, soweit ich das verstanden habe, ist's nicht ein Händler, sondern
ein Supermarkt. Ich tippe mal auf Aldi.
Aldi ist sehr darauf bedacht, einwandfreie Ware zu liefern. Bei
Beschwerden nehmen die die sofort raus und überprüfen den Hersteller.
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen. Und bei einer
Überprüfung durch den Händler würde der Hersteller im Zweifelsfall halt
auch nur bei diesem einen Händler raus fliegen, könnte aber seinen
Schrott weiter an andere verkaufen. Mit dem "grossen Dienstweg" wird auch das
unterbunden.
Außer in Bayern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern-Ei-Skandal
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Detlef Meißner
2018-10-10 17:43:53 UTC
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Post by Wolfgang Jäth
Post by Detlef Meißner
Nun, soweit ich das verstanden habe, ist's nicht ein Händler, sondern
ein Supermarkt. Ich tippe mal auf Aldi.
Aldi ist sehr darauf bedacht, einwandfreie Ware zu liefern. Bei
Beschwerden nehmen die die sofort raus und überprüfen den Hersteller.
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Mike Grantz
2018-10-10 19:55:46 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.
2 Packungen an 2 aufeinander folgenden Tagen gekauft.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, so dass ich nicht prüfen kann, ob
sie zur selben Charge gehörte.

Wie gross ist so eine nicht tiefgefrorene Hackfleischcharge in der
Regel? Die Regale sind kurz vor Ladenschluss meist leer verkauft.
Detlef Meißner
2018-10-10 20:13:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Mike Grantz
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.
2 Packungen an 2 aufeinander folgenden Tagen gekauft.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, so dass ich nicht prüfen kann, ob sie
zur selben Charge gehörte.
Wie gross ist so eine nicht tiefgefrorene Hackfleischcharge in der Regel? Die
Regale sind kurz vor Ladenschluss meist leer verkauft.
Kein Ahnung. Hackfleisch muss stets frisch zubereitet werden. Ob das
Hackfleisch vom Vortag noch verkauft werden darf, weiß ich nicht.

Gäbe es ein *systematisches* Handeln, so wären ständig Knochenstückchen
im Mett.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Frank Hucklenbroich
2018-10-11 07:03:27 UTC
Antworten
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Post by Detlef Meißner
Post by Mike Grantz
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.
2 Packungen an 2 aufeinander folgenden Tagen gekauft.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, so dass ich nicht prüfen kann, ob sie
zur selben Charge gehörte.
Wie gross ist so eine nicht tiefgefrorene Hackfleischcharge in der Regel? Die
Regale sind kurz vor Ladenschluss meist leer verkauft.
Kein Ahnung. Hackfleisch muss stets frisch zubereitet werden. Ob das
Hackfleisch vom Vortag noch verkauft werden darf, weiß ich nicht.
Nicht unbedingt, es gibt bisweilen Hackfleisch in der Kültheke, das mit Gas
in der Packung haltbar gemacht wurde, da kann das Verfallsdatum durchaus
auch erst in 3 oder 4 Tagen liegen.

Grüße,

Frank
Detlef Meißner
2018-10-11 07:14:29 UTC
Antworten
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Detlef Meißner
Post by Mike Grantz
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.
2 Packungen an 2 aufeinander folgenden Tagen gekauft.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, so dass ich nicht prüfen kann, ob
sie zur selben Charge gehörte.
Wie gross ist so eine nicht tiefgefrorene Hackfleischcharge in der Regel?
Die Regale sind kurz vor Ladenschluss meist leer verkauft.
Kein Ahnung. Hackfleisch muss stets frisch zubereitet werden. Ob das
Hackfleisch vom Vortag noch verkauft werden darf, weiß ich nicht.
Nicht unbedingt, es gibt bisweilen Hackfleisch in der Kültheke, das mit Gas
in der Packung haltbar gemacht wurde, da kann das Verfallsdatum durchaus
auch erst in 3 oder 4 Tagen liegen.
Ja, aber ich war der Meinung, dass es sich *nicht* um Hackfleisch aus
der Kühltheke handelt. Aber vielleicht irre ich mich da auch.
Offenes Hack muss immer vom selben Tag sein.

Wenn das Hack verpackt war, dann ist die Wahrscheinlichkeit ja sehr
groß, dass eine ganze Charge Knochensplitter enthält.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Helmut Richter
2018-10-11 09:44:05 UTC
Antworten
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Post by Frank Hucklenbroich
Nicht unbedingt, es gibt bisweilen Hackfleisch in der Kültheke, das mit Gas
in der Packung haltbar gemacht wurde, da kann das Verfallsdatum durchaus
auch erst in 3 oder 4 Tagen liegen.
Ja, das gibts, aber es schmeckt auch danach.

Hackfleisch kauft man beim Metzger, der es vor den eigenen Augen durch den
Fleischwolf jagt. Und dann wird es sofort durcherhitzt.

(Ausgenommen, man hat HACCP-Anforderungen: dann muss man bei jemandem
kaufen, der es den ganzen Tag gekühlt spazierenfährt. Davon ist es zwar
nicht frischer oder haltbarer, aber der Lieferant führt einen Zettel mit,
wo draufsteht, dass die Kühlkette lückenlos ist. Mit Unterschrift. Und
*dokumentiert* hygienisch ist nun mal viel gesünder als nur hygienisch.)
--
Helmut Richter
U***@web.de
2018-10-11 09:54:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Helmut Richter
Post by Frank Hucklenbroich
Nicht unbedingt, es gibt bisweilen Hackfleisch in der Kültheke, das mit Gas
in der Packung haltbar gemacht wurde, da kann das Verfallsdatum durchaus
auch erst in 3 oder 4 Tagen liegen.
Ja, das gibts, aber es schmeckt auch danach.
Hackfleisch kauft man beim Metzger,
Die werden seltener.
Post by Helmut Richter
der es vor den eigenen Augen durch den
Fleischwolf jagt. Und dann wird es sofort durcherhitzt.
(Ausgenommen, man hat HACCP-Anforderungen: dann muss man bei jemandem
kaufen, der es den ganzen Tag gekühlt spazierenfährt. Davon ist es zwar
nicht frischer oder haltbarer, aber der Lieferant führt einen Zettel mit,
wo draufsteht, dass die Kühlkette lückenlos ist. Mit Unterschrift. Und
*dokumentiert* hygienisch ist nun mal viel gesünder als nur hygienisch.)
Darf der Gastwirt also beim Metzger nicht vor seinen Augen
Durchgedrehtes mitnehmen?
Frank Hucklenbroich
2018-10-11 11:29:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Post by Helmut Richter
Post by Frank Hucklenbroich
Nicht unbedingt, es gibt bisweilen Hackfleisch in der Kültheke, das mit Gas
in der Packung haltbar gemacht wurde, da kann das Verfallsdatum durchaus
auch erst in 3 oder 4 Tagen liegen.
Ja, das gibts, aber es schmeckt auch danach.
Hackfleisch kauft man beim Metzger,
Die werden seltener.
Post by Helmut Richter
der es vor den eigenen Augen durch den
Fleischwolf jagt. Und dann wird es sofort durcherhitzt.
(Ausgenommen, man hat HACCP-Anforderungen: dann muss man bei jemandem
kaufen, der es den ganzen Tag gekühlt spazierenfährt. Davon ist es zwar
nicht frischer oder haltbarer, aber der Lieferant führt einen Zettel mit,
wo draufsteht, dass die Kühlkette lückenlos ist. Mit Unterschrift. Und
*dokumentiert* hygienisch ist nun mal viel gesünder als nur hygienisch.)
Darf der Gastwirt also beim Metzger nicht vor seinen Augen
Durchgedrehtes mitnehmen?
Der Gastwirt dürfte einen Fleischwolf sein eigen nennen und selbst wolfen.

Grüße,

Frank
Helmut Richter
2018-10-11 13:15:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by U***@web.de
Darf der Gastwirt also beim Metzger nicht vor seinen Augen
Durchgedrehtes mitnehmen?
Weiß nicht. Vielleicht, wenn er eine passende Kühlbox dabeihat und vor
allem *dokumentiert*, dass die Kühlkette intakt bleibt. Mit Unterschrift.
--
Helmut Richter
Wolfgang Jäth
2018-10-11 05:49:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Detlef Meißner
Post by Mike Grantz
Post by Detlef Meißner
Post by Wolfgang Jäth
Ich würde dir zustimmen, wenn es sich um eine einzelne verdorbene Ware
oder meinetwegen auch Charge o. ä. handeln würde. Aber hier sehe ich ein
mögliches systematisches Handeln im Raum stehen.
Das kann ich aus dem OP nicht entnehmen.
2 Packungen an 2 aufeinander folgenden Tagen gekauft.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, so dass ich nicht prüfen kann, ob sie
zur selben Charge gehörte.
Wie gross ist so eine nicht tiefgefrorene Hackfleischcharge in der Regel? Die
Regale sind kurz vor Ladenschluss meist leer verkauft.
Kein Ahnung. Hackfleisch muss stets frisch zubereitet werden. Ob das
Hackfleisch vom Vortag noch verkauft werden darf, weiß ich nicht.
Der OP sprach von Packungen, nicht von frischem. Unter Schutzgas
verpacktes Hackfleisch darf bis zum aufgedruckten Verbrauchsdatum
verkauft werden. AFAIK ist das so um ne knappe Woche rum.
Post by Detlef Meißner
Gäbe es ein *systematisches* Handeln, so wären ständig Knochenstückchen
im Mett.
Nun, wenn 2 von 2 "Stichproben" positiv sind ...

Wolfgang
--
Durch Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist
nicht der Turm von Pisa, der schief steht, es ist die Welt!
Detlef Meißner
2018-10-11 16:16:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Jäth
Der OP sprach von Packungen, nicht von frischem. Unter Schutzgas
verpacktes Hackfleisch darf bis zum aufgedruckten Verbrauchsdatum
verkauft werden. AFAIK ist das so um ne knappe Woche rum.
OK.
Wenn es also dieselbe Charge ist, dann ist es doch logisch, dass auch
in einer anderen Packung Knochenstückchen sind.
Post by Wolfgang Jäth
Post by Detlef Meißner
Gäbe es ein *systematisches* Handeln, so wären ständig Knochenstückchen
im Mett.
Nun, wenn 2 von 2 "Stichproben" positiv sind ...
Sie können aus derselben Charge sein. Dann sind möglicherweise auch
noch 10 weitere Packungen mit Knochenstückchen versehen. Ja, es wäre ja
geradezu seltsam, wenn es keine weiteren Packungen mit Knochenstückchen
gäbe.

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Mike Grantz
2018-10-10 19:51:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Heiner Hass
vor allem solltest du noch die Verpackung, Chargennummer, Ablaufdatum
etc. haben.
Die erste Packung habe ich nicht mehr, die 2te habe ich aus dem Müll
gefischt.
U***@web.de
2018-10-09 16:48:28 UTC
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Post by Wolfgang Jäth
Post by Mike Grantz
Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden,
Die Lebensmittelüberwachung ist AFAIK kommunal geregelt, d. h. jede
Gemeinde etc.
Kreisverwaltung, kreisfreie Stadt etc.
Detlef Meißner
2018-10-09 15:28:41 UTC
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Post by Mike Grantz
xpost & fup2 dsrm
Ich hatte nun in 2 verschiedenen Rinderhackpackungen eines gewissen
Lieferanten eines gewissen Supermarktes Knochensplitter. Auf 4 habe ich
gebissen, wer weiss, wie viele unbemerkt runtergeschluckt.
Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.
"Nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlamentes und des
Rates über spezifische Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen
Ursprungs [2] und nach der tierischen Lebensmittelhygiene-Verordnung [4] darf
Hackfleisch nur aus Skelettmuskulatur mit anhaftendem Fett hergestellt
werden, Fleisch, das Knochensplitter enthält, Knochenputz oder
Separatorenfleisch dürfen keinesfalls verwendet werden."
Nun wollte ich mich jetzt nicht direkt ans Landeslabor wenden, vor allem,
weil ich die Splitter vor Ekel ausgespuckt und entsorgt habe.
Aber wenn ich mich auf den Seiten der hiesigen Verbraucherzentrale umschaue,
dann beantworten sie keine E-Mails und ansonsten muss man einen Termin
vereinbaren und dort vorstellig werden.
Aus deren Preisliste wird nicht wirklich ersichtlich, ob so was auch unter
eine kostenpflichtige Beratung fällt.
Übersehe ich da irgendwas, oder kann man sich nicht einfach online
beschweren?
Es kommt immer mal vor, das Lebensmittel verdorben sind (lange vor
Ablauf des MHD) oder ungenießbar sind.
Der erste Ansprechpartner ist mMn der Laden selbst.

Lebensmittel mit Mängeln bringen wir zurück. Die werden anstandslos
umgetauscht.
Vor Jahren hatten wir eine ganze Papppalette mit schlecht gewordenem
Joghurt, die wir zurückgebracht haben. Offensichtlich waren wir nicht
die Einzigen, denn die Marke verschwand aus dem Angebot.
Später hatten wir ein Orangengetränkt im Tetrapack, das seltsam
schmeckte (Richtung Seife). Als wir die Tüten umtauschen wollten, ging
das nicht mehr, weil die Lieferung bereits aus dem Sortiment genommen
worden war.

Man sollte sich also überlegen, ob man die schlechte Ware ersetzt
bekommen oder ob man großes Theater machen möchte.

Fehler passieren nun mal, und im Kirschkuchen vom Bäcker finden sich
auch manchmal Kirschkerne. Voller Ekel spucke ich die aber nicht aus.
Anders wäre es vielleicht bei Mäuseköddeln. Aber im Rosinenbrot ...

Detlef
--
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der
Persönlichkeit. (Mark Twain)
Stefan
2018-10-09 16:15:17 UTC
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Post by Mike Grantz
Hat wer Erfahrungen mit der Verbraucherzentrale bzgl.
Lebensmittelbeschwerde? Oder gibt es dafür eine geeignetere Stelle?
Wie andere Poster schon geschrieben haben: Zuständig ist die staatliche
Lebensmittelüberwachung. Wenn du jemanden anscheißen willst, bist du da
richtig.

Solche Kundenbeschwerden wie von dir beschrieben werden übrigens von den
meisten Lebensmittelherstellern und auch vom Einzelhandel meist sehr
ernst genommen.

Die Verbraucherzentralen sind da weniger hilfreich. Das sind politische
Vereine die meist kostenpflichtige Beratungen anbieten und die sich
primär mit dem Selbsterhalt beschäftigen.
Johann Mayerwieser
2018-10-09 18:14:15 UTC
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Post by Mike Grantz
Ich hatte nun in 2 verschiedenen Rinderhackpackungen eines gewissen
Lieferanten eines gewissen Supermarktes Knochensplitter. Auf 4 habe ich
gebissen, wer weiss, wie viele unbemerkt runtergeschluckt.
Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.
Wer Rinder*hack* ist, muss mit Knochensplitter rechnen, wir faschieren
das Rindfleisch, da spürst keinen Knochen mehr
Wolfgang Jäth
2018-10-10 06:19:11 UTC
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Post by Johann Mayerwieser
Post by Mike Grantz
Ich hatte nun in 2 verschiedenen Rinderhackpackungen eines gewissen
Lieferanten eines gewissen Supermarktes Knochensplitter. Auf 4 habe ich
gebissen, wer weiss, wie viele unbemerkt runtergeschluckt.
Bei absolut korrekter Verarbeitung dürfen keine Knochensplitter vorkommen.
Wer Rinder*hack* ist, muss mit Knochensplitter rechnen, wir faschieren
das Rindfleisch, da spürst keinen Knochen mehr
Erstens *ist* in Deutschland Hackfleisch das, was die Österreicher
Faschiertes nennen, und zweitens ist es europaweit nicht erlaubt,
*Knochen* mit zu wolfen. Ich zitiere mal von der Seite des "Chemischen
und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart":

| Fleischtechnologisch exakter beschreiben die Leitsätze für Fleisch und
| Fleischerzeugnisse im Deutschen Lebensmittelbuch die allgemeine
| Verkehrsauffassung für Hackfleisch im Kapitel über "Erzeugnisse aus
| gewolftem oder ähnlich zerkleinertem Fleisch". Danach wird
| Rinderhackfleisch aus grob entsehntem Rindfleisch, Schweinehackfleisch
| aus grob entfettetem Schweinefleisch und gemischtes Hackfleisch aus
| grob entfettetem Schweine- und grob entsehntem Rindfleisch hergestellt
| [1]. Strenge Rechtsvorschriften gibt es auch für Hackfleisch. Nach der
| Verordnung (EG) Nr. 853/2004 des Europäischen Parlamentes und des
| Rates über spezifische Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen
| Ursprungs [2] und nach der tierischen Lebensmittelhygiene-Verordnung
| [4] darf Hackfleisch nur aus Skelettmuskulatur mit anhaftendem Fett
| hergestellt werden, *Fleisch*, *das* *Knochensplitter* *enthält*,
| *Knochenputz* *oder* *Separatorenfleisch* *dürfen* *keinesfalls*
| *verwendet* *werden*. [Hervorhebung von mir] Daraus folgt eindeutig:
| *Knochen* *in* *irgendeiner* *Form* *oder* *irgendeiner* *Größe* *hat*
| *in* *redlich* *hergestelltem* *Hackfleisch* *nichts* *verloren*!
| [Hervorhebung von mir] Verbraucher erwarten und wollen keine Knochen
| im Hackfleisch.
(http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=2038)


Wolfgang
--
Durch Donald Trump ist mir endgültig klar geworden: Es ist
nicht der Turm von Pisa, der schief steht, es ist die Welt!
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